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Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät

Frankreich/Belgien 2012

Durchschnittliche Bewertung:
geht so (2.0)
Anzahl der Bewertungen: 74

Inhalt | Kritik | Medien zum Film | Schreiben Sie eine Rezension!

Steckbrief
Originaltitel: Asterix et Obelix : au service de Sa Majesté

Darsteller:

Asterix: Edouard Baer
Edouard Baer hatte bereits im Film "Mission Kleopatra" einen kleinen Auftritt als Sekretaris, den treuen Schreiber des Architekten Numerobis. In den Realfilmen ist er nach Christian Clavier und Clovis Cornillac bereits der dritte Schauspieler, der in die Rolle des Asterix schlüpft.

Obelix: Gérard Depardieu
Hier gibt es keine Alternative, trotz eines dicht gedrängten Terminplanes konnte es Obelix nicht ohne Gérard Depardieu geben!

Julius Cäsar: Fabrice Luchini<
Fabrice Luchini ist ein französischer Theater- und Filmschauspieler. In Deutschland dürfte er dem breiten Publikum unbekannt sein, während er in Frankreich für den Film "Alles für die Liebe" 1993 die französische Auszeichnung "César" als Bester Nebendarsteller erhielt.

Cordelia, die britische Königin: Catherine Deneuve<
Neben Gérard Depardieu die zweite groß besetzte Rolle. In ihrer langen Filmkarriere gewann sie beispielsweise den Oscar für ihre Rolle in dem 1993 gedrehten Film "Indochine" und bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2005 die "Ehrenpalme für das Lebenswerk". Dieser Charakter hat übrigens im gedruckten Werk kein Gegenstück und ist eine reine Erfindung für die Kinoversion.

Sir Teefax: Guillaume Gallienne
Der 1972 geborene französische Schauspieler ist Mitglied der "Comédie Française", eines von fünf Theatern in Frankreich, die den Status eines Nationaltheaters innehaben. In Deutschland ist er bislang gänzlich unbekannt.

Grautvornix: Vincent Lacoste
Ebenso unbekannt ist dem deutschen Publikum der französische Schauspieler Vincent Lacoste, der in der Filmkomödie "Jungs bleiben Jungs" aus dem Jahr 2009 die Hauptrolle spielte.

Ophelia, Verlobte von Teefax: Charlotte Le Bon
Die Wetterfee des französischen Senders "Canal+" erhielt die Rolle der nicht in der gedruckten Ausgabe vorkommenden Verlobten von Teefax, der auch Grautvornix sehr zugetan ist.

Miss Macintosh, Ophelias Gouvernante: Valérie Lemercier
Ihr ist in diesem Film sogar eine Romanze mit Obelix zugedacht.

Olaf Maulaf, Anführer der Wikinger: Bouli Lanners
Er spielte bereits in "Asterix bei den Olympischen Spielen" den Griechen-König Aderlas.

Lucius Fouinus, römischer Senator: Jean Rochefort
Er ist eine überaus populäre Besetzung auch außerhalb Frankreichs, u. a. bekannt für seine boshafte Verkörperung des Comte de Morcerf im TV-Vierteiler "Der Graf von Monte Christo" (F/D/I, 1998) an der Seite von Gérard Depardieu und Ornella Muti.

Dekurio des Rugby-Stadions: Stéphane De Groodt
Er spielte bereits in "Asterix bei den Olympischen Spielen" die Rolle des Druiden Numerik.

Wikinger Hirnisnichfilaf: Dany Boon
Er ist ein französischer Komiker und Regisseur, der durch seine Hauptrolle in "Willkommen bei den Sch’tis" inzwischen auch einem deutschen Publikum bekannt sein dürfte.

weitere Rollen:

  • Wikinger: Götz Otto (Yadutaf); Alexandre Picot (Batiscaf); Dirk Heinrichs, bekannt aus der RTL-Serie "Die Sitte" (Stenograf); Michel Rousseau (Wikinger); Yannick Mazilli (Telegraf)
  • Briten: Michel Cremades (Facederax); Bruno & Vincent Counard, les "Frères Taloche" (königliches Dienerpaar); Jean-Louis Barcelona (Ipipourax, deutsch: Hipphipphurrax); Dolores Chaplin (Frau Relax); Olivier Magne (Altotax, Rugbyspieler); Vincent Moscato (Pilliébax, Rugbyspieler); André Wilms (Druide als Schiedsrichter); Christophe Meynet (Wirt "Zum lachenden Wildschwein"); Ginnie Watson (Britin)
  • Piraten: Gérard Jugnot (Kapitän Rotbart); Jacques Herlin (Dreifuß); ? (Baba); Guillaume Viry, Santi Millán und Nader Boussandel (Piraten)
  • Römer: Yves Jacques (Cäsars Psychologe); Niccolò Senni (Megacursus); Luca Zingaretti (General); Neri Marcorè (ein Zenturio); Filippo Timi (weiterer Zenturio); Florian Zapra (und noch ein Zenturio); Benjamin Guillard (Paminus); Olivier Foubert (Parasinus); Frédéric Amico (Dekurio Boplexus); Christophe Vandevelde (Zenturio Tonnerre); Vincent Nemeth (General der Römischen Armee); Patrick Ligardes (Römer); Romain Giergen (Romanus Brutus); Javivi Gil (Scharfrichter); Tristán Ulloa (Claudius Lapsus); Gilian Petrovski (Cäsars Biograph); Jason Spillane (Römer Nr. 13); Jean-Michel Lahmi (Legionär am Strand); Simon Astier (Legionär)
  • Gallier: Alice Taglioni (Falbala); Michel Duchaussoy (Majestix); ? (Gutemine); Raphaël Boshart (Jeanlouix, junger Gallier und Freund von Grautvornix); Diane Bonnot (Gallierin); Bruno Lochet (Gallier)
  • andere: BB Brunes (als sie selbst, nach der Comicvorlage anstelle der Beatles); Atmen Kélif (Hatnix)
Filmstart: 18.10.2012

Produktionsnotizen
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Der vierte Realfilm "Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät", der auf den Büchern "Asterix bei den Briten" und "Asterix und die Normannen" basiert, wurde von Laurent Tirard inszeniert, der bereits bei dem Film "Der kleine Nick" Regie führte. Der Film wurde von Olivier Delbosc und Marc Missionnier (Fidelité Films) produziert, die ebenfalls "Der kleine Nick" ermöglichten. Für das Drehbuch waren Laurent Tirard und Grégoire Vigneron verantwortlich. Der Film wurde in 3D realisiert und ab Frühjahr 2011 für 50 Millionen Euro in Ungarn und Irland gedreht. Für den Soundtrack zeichnete sich Klaus Badelt verantwortlich, der ebenfalls bereits für den Film "Der kleine Nick" den Soundtrack produziert hat. Die deutschen Filmrechte liegen der "Tele München Gruppe", mit anderen Worten dem "Concorde Filmverleih".

Inhalt

Nachdem Cäsar mit seinen glorreichen Legionen in Britannien eingedrungen ist, widersetzt sich dort ein Dorf, in dem die Königin residiert, tapfer den Eindringlingen. Doch mit jedem Tag wächst der Druck der Römer, so dass der couragierte Teefax über den Ärmelkanal zu den weitläufigen Verwandten geschickt wird um Hilfe zu holen. Dort wurden zuvor Asterix und Obelix mit der heiklen Mission betraut, aus Grautvornix, dem Sohn von Majestix' Bruder Ozeanix, einen Mann zu formen, der nicht nur an Mädchen und Musik denkt.

Teefax überzeugt die Gallier, ihm mit einem Fass des berühmten Zaubertranks zu helfen und Asterix und Obelix begleiten ihn zurück auf die Insel, mit Grautvornix im Schlepptau - schließlich sind in der Geschichte berühmte Männer auch durch Reisen geformt worden. Zurück in Britannien haben die Gallier kaum Zeit sich mit den britischen Gepflogenheiten auseinander zu setzen und wundern sich ein ums andere Mal über die ungewöhnlichen Angewohnheiten der Briten.

Wütend durch den erstarkten Widerstand beschließt Cäsar zur Unterstützung die Normannen zu gewinnen, den gefürchteten Kriegern des Nordens. Allerdings haben die verrückten Nordmänner nur einen Traum - die Angst kennenzulernen. Währenddessen findet Grautvornix in Londinium Gefallen an Ophelia, der Verlobten von Teefax, während Obelix gleichermaßen von ihrer Haushälterin Fräulein Macintosh fasziniert ist. Irrtiert durch diese Verwicklungen verlieren die Gallier Grautvornix in der Stadt, später wird er sogar von den Normannen gefangen genommen, weil sie glauben, dass er ihnen als Meister der Angst beibringen kann zu fliegen - denn Angst verleiht bekanntlich Flügel.

Damit beginnt eine wilde Verfolgungsjagd um den Zaubertrank. Zwischen Galliern, Briten, Wikingern und Römern ist Cäsar bald mit seinem Latein am Ende ...

Kritik
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Ich habe bewusst keine Kritiken im Vorfeld meines eigenen Besuchs gelesen, damit der eigene Eindruck nicht durch zuvor geschriebene Meinungen beeinflusst wird. Meine Erwartungen an einen Asterix-Film werden ohnehin nicht durch die literarische Vorgabe beeinflusst, denn jeder, der die letzten Filme, insbesondere die Filme mit echten Schauspielern, gesehen hat, weiß, dass sie sich nur sehr frei an den gedruckten Abenteuern orientieren.

Im Falle von "Asterix & Obelix: Im Auftrag ihrer Majestät" sind die Abenteuer "Asterix bei den Briten" und "Asterix und die Normannen" als Vorlage verwendet worden. Bunt gemixt und vielen Elementen, die in den Heften gar nicht vorkommen, steht der Film wie alle anderen außerhalb des Asterix-Universums. Und als solcher betrachtet, kann er durchaus einen eigenen Charme entwickeln, der jedoch nur in wenigen Fällen über das Prädikat "befriedigend" hinaus geht.

Geglänzt haben beispielsweise die beiden Darsteller von Asterix & Obelix. Gérard Depardieu gilt ohnehin als beste Obelix-Besetzung aller Zeiten und entsprechend souverän hat er wieder seinen Anteil an den guten Szenen. Ebenso war "Asterix" Edouard Baer eine positive Überraschung. Er belebte die Rolle, die er mit ironisch-sarkastischen Mienenspiel sehr gekonnt darstellte. Wenn man mal davon absieht, dass er im Film physisch die Größe von Obelix hat und damit so gar nicht der "kleine Held" sein kann, hat er seine Aufgabe als dritter Darsteller dieser Rolle ordentlich ausgefüllt.

Im Gegensatz zur liebsten Charlotte Le Bon, die mit grenzwertig-süßem Lächeln nicht nur Grautvornix verzauberte, hatte ich bei Catherine Deneuve den Eindruck, dass sie sich in diesem Film nicht so ganz wohl fühlte. Dieser Eindruck hatte sich schon bei der Premiere in Berlin, bei der sie anwesend war, bestätigt.

Insgesamt sehr schade ist, dass für die Rollen der Briten ebenso nur Franzosen den Verzug gegeben wurden wie bei den Normannen. Da hätte eine internationale Besetzung durchaus den Charme der verschiedenen Völker deutlich stimmungsvoller transportiert. Das macht sich nicht zuletzt bei der französischen Rockgruppe "BB Brunes" bemerkbar, die die "Beatles" aus dem Asterix-Heft in der entsprechenden Szene darstellen sollen. Für die komischsten Momente sorgte der Belgier Dany Boon, der als Wikinger sein Talent, das die deutschen Zuschauer schon in "Willkommen bei den Sch’tis" sehen konnten, abermals unter Beweis stellte.

Der 3D-Effekt wurde im Film gut eingesetzt und wenn Römer durch die Luft segeln oder ein Pilum in den Zuschauerraum ragt, könnte man meinen, dass es viel zu lange dauerte, diese Szenen in einem Film in 3D sehen zu können.

Fazit: Ein unterhaltsamer Familienfilm auf dem "Asterix" steht, mit einem Helden, den jeder kennt. Kann man sehen, wenn man nicht an die Vorlagen von René Goscinny denkt.


Medien zum Film
  • DVD: erschien am 7. März 2013, Bildformat: 16:9 - 2.40:1, Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen, FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung , Länge: ca. 107 Minuten. [jetzt bestellen]
  • BLU-RAY: erschien am 7. März 2013, Bildformat: 16:9 - 2.35:1, Tonformat: Deutsch (DTS-HD 5.1), Französisch (DTS-HD 5.1), FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung, Länge: ca. 110 Minuten. [jetzt bestellen]
  • DVD-Collectors Edition: erschien am 7. August 2014, Filme "Asterix & Obelix gegen Cäsar" und "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" auf 2 CDs. [jetzt bestellen]
  • Special Edition 2 DVD: erschien am 26. Februar 2013, 4 Stunden Extra-Bonus. Diese DVD ist nur in der Schweiz erhältlich [Link]

Rezension von Alesix am 08. Oktober 2016
Hier stimme ich voll und ganz zu asterix im auftrag ihrer majestaet ist der schlechteste film den es bisher in dieser realfilmreihe gab. Schade. Meine beiden jungs 4 u. 7 und mir gefiehl er ganz und garnicht.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

Rezension von sascha am 15. Februar 2015
Unverständlich Comedix dein Fazit!! Das ist der unwitzigste langweilligste Asterix Film mit einem untypischen Asterix und wieder Grautvornix. Dieser Film hat nichts mehr vom Witz und von den Ideen der Vorlage uaber es sind alle Stellen vorhanden nur werden sie nicht ein einziges mal genutzt!! Alles wird nur irgenwie aneinander gereiht ohne Charme und Witz.Nur wenn der Film im Fall von Obelix mal seinen eigenen Weg geht ist es ein klein wenig Amüsant mehr aber nicht.Der neue Asterix ist Grausam leider und diese "Wir sind nicht Schwul weil wir zusammen wohnen" Anspielung und Asterix Anmach Versuche sind unpassend.Wirklich der mit Abstand schlechteste Asterix Film bisher.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

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Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät (Realfilm)