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Die große Überfahrt - Band XXII

Egmont Ehapa Verlag

Durchschnittliche Bewertung:
gut (3.4)
Anzahl der Bewertungen: 2218

Erstauflage des Buches La Grande Traversée 1975 bei Dargaud als Band 22 der Reihe. Seit 1999 Neuauflage des Buches in Frankreich bei Hachette. Deutsche Erstauflage des Buches im Januar 1977 bei Ehapa (Erwähnung in MV Comix, Abbildung ganz unten). Mit der Neuauflage im März 2013 hat der Band ein neues Titelbild (Abbildung ganz oben) und deutliche Überarbeitungen - eine neue Kolorierung und ein neues Lettering - erhalten. Diese Änderungen ziehen die Gestaltungselemente in die Serie nach, die seit 2006 bereits in die Ultimative Edition einfließen. Zuvor wurde 2002 mit einer Neuauflage das Titelbild geändert (Abbildung mitte).

"Asterix und Obelix gehen auf Fischfang und entdecken... noch vor Christoph Kolumbus die Neue Welt, in der es komische Römer mit Federn gibt. Dank Goscinny und Uderzo an Bord kommt keine Langeweile auf bei der großen Überfahrt". In diesen Worten bewirbt der französische Verlag Dargaud das neue Abenteuer der beiden Gallier, das 1975 als Vorabdruck bei der Tageszeitung Sud-Ouest läuft.

In Deutschland erscheint dieser Band als Vorabdruck im Magazin MV-Comix in den Heften 15/1975 bis 10/1976. Damit der Leser weiß, an welchen Küsten die Gallier gelandet ist, bekommt er bei der ersten Begegnung von Obelix mit einem Eingeborenen fünfzig Sternchen zu sehen. Diese sind Bestandteil der amerikanischen Flagge. In einigen Passagen erinnert diese Geschichte an die 1996 bei Ehapa neu aufgelegte Reihe Umpah-Pah: Die Rothaut. Wahrscheinlich ist dieser Band auch der Versuch der beiden Autoren das amerikanische Massenpublikum zu erreichen, das im Gegensatz zu den Europäern der Welt der Gallier noch skeptisch gegenüber steht. Das ändert sich leider auch nicht, als dieser Band als Grundlage für den siebten Asterix-Film "Asterix in Amerika" benutzt wird, der sogar in englischer Sprache produziert wird.

Eine als Fischzug geplante Bootsfahrt endet nach langem Magenknurren erst an der Küste der Neuen Welt. Alles ist neu für unsere Helden und gibt entsprechende Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Sind das Numiden, Griechen, Kreter, Iberer oder einfach Römer, die sich Farbe ins Gesicht geschmiert haben? Was hat das mit dem ungewöhnlichen Essen auf sich? Und vor allem: was sind Gurugurus?

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Rezension von MK am 01. Januar 2013
"Die große Überfahrt" ist genau wie "Das Geschenk Cäsars" eine sehr solide Leistung unserer beiden Lieblings-Autoren. Leider einer ihrer letzten gemeinsamen Bände...
Meine Note: gut (2)
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Untermstrix am 15. Dezember 2009
Es stimmt schon. Diese Geschichte ist schwächer als andere. Obwohl sie’s diesmal bis nach Amerika schaffen, ist ihre Reise nicht viel komplexer als manche frühen Geschichten (bei den Goten), wo die Abenteuer auch nicht so richtig ›aus dem kleinen Wald hinaus‹ kommen.

Lästig werden die redundanten Anspielungen auf die unerkannte Entdeckung Amerikas (»Schwerwiegende Frage: Was haben wir da bloß entdeckt« usw.), die wie auch die Hamlet-Sprüche der Wikinger irgendwie unbeholfen wirken (z.B. S. 45 erstes Bild, 47 drittletztes).

Wie aber oben schon erwähnt, strahlen – umsomehr – ein paar Perlen hervor: Obelix’ Netzauswerf-Aktion ist ebenso göttlich wie jene Szene, in der wir ihn auf sich allein gestellt erleben dürfen: und ein Porträt seiner einmaligen Innenwelt erhalten. Einfach unbeschreiblich, wie seine Reaktion auf das Verschwinden von Asterix (»Mal überlegen…«) im dampfenden Kopf gipfelt! Wie da die Däumlein auf die Augen drücken!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Juku am 28. Dezember 2005
Für mich mit Band 10 und 23 der beste Band überhaupt. Ich zeichne diesen Band mit AUSGEZEICHNET aus. Tja, die Meinungen sind halt gespalten.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Hannibal am 16. Oktober 2005
Kurz: dies ist wohl der schwächste Asterix-Band mit Goscinny-Beteiligung in Relation zum Niveau, das vorher etabliert wurde (sonst wären die ersten paar Bände ungerechtfertigterweise auch als schlecht zu bezeichnen). Eine sehr lose Geschichte, mit unauffälligen Humor und blassen Ausklang und wenig Dialog lässt das Album einfach nur in einem durchrauschen ohne zu sättigen. Evtl. ist dies eine kleine, absichtliche Arbeitsverweigerung, da hier das Land der Comic-Konkurrenz thematisiert wird. Oder gepaart mit einer gegenteiligen Arbeitseinstellung: quasi eine Check-List-Arbeit ohne wirkliches Engagment, getreu dem Motto: nach Amerika müssen unsere beiden Helden auch noch.
Und dennoch ist die Güte des Albums auf seine Weise nicht mit Uderzo-Alleingängen zu vergleichen, da letzterer sicherlich eine noch weniger schlüssige Handlung und viel Albernheiten eingebaut hätte.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Seebi am 15. Oktober 2005
Es gibt zwar eindeutig bessere Abenteuer, langweilig oder Spaß-arm ist "Die große Überfahrt" allerdings sicherlich nicht. Vor allem Obelix-Netzauswerf-Aktion ist klasse. Oder der Apfel als Notprofiant. Alles in allem ein

GUT
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Fentanyl am 05. September 2005
Adlerhorstix hat zwar recht, aber als ich zum ersten Mal gelesen habe "Du hast doch gerade zwei Gurugurus gegessen, einen sogar gefüllt mit Bär!" habe ich dermaßen lange gelacht, daß man mich fast eingewiesen hätte. Also "sehr gut"!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Adlerhorstix am 28. August 2005
"Die große Überfahrt" ist der Band, den man wohl am schnellsten durchgelesen hat. Eigentlich kein Wunder: Die Römer finden quasi gar nicht statt, die Indianer reden verständlicherweise doch recht wenig und unsere beiden Gallier alleine können sich auch nicht zutexten. Lediglich die Wikinger sorgen gen Schluß noch für etwas "Gesprächsstoff".

Die Amerika-Reise ist zwar mit einigen netten Anspielungen ausgestattet und die Begegnungen mit Piraten und Wikingern sorgen auch für die notwendige Abwechslung, aber die recht simple Geschichte kann es bei weitem nicht mit anderen Asterix-Großtaten aufnehmen.

Einige Szenen, wie z.B. im Indianerlager oder die Verständigungsversuche mit den Wikingern, sorgen zwar für den einen oder anderen Lacher, aber im großen Ganzen ist Band 22 meines Erachtens das bis dahin schwächste Album. Dies heißt allerdings nicht, das ich es schlecht finde - es reicht sogar gerade noch für ein knappes GUT.
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