Aktuell im Kino

Forum für Dies und Das. Themen, die nicht unbedingt etwas mit Asterix zu tun haben müssen. Smalltalk für Jedermann.

Moderator: Carsten

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Aktuell im Kino

Beitrag: #54306 Comedix
2. Januar 2017 22:36

Iwan hat geschrieben:Danke, Marco, für die Informationen! Aber "Assassins Creed" ist ein Spielfilm, oder? Also du redest jetzt nicht mehr vom Spiel? Nur, damit ich das richtig verstehe ...

Natürlich. Hier an dieser Stelle schreibe ich nur über Filme.
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

A Street Cat Named Bob (Bob, der Streuner)

Beitrag: #54307 Comedix
2. Januar 2017 22:47

Montag ist Sneak Preview Time und zusammen mit Carsten habe ich heute am 2. Januar den zweiten Film dieses Jahres gesehen. Ich weiß nicht, ob dieser Film eher Katzen- und weniger Hundefreunde, generell Tierfreunde oder Fans von schönen und wahren Geschichten anspricht, aber mich hat er berührt und deshalb empfehle ich

A Street Cat Named Bob (Deutsch: Bob, der Streuner)

gerne weiter. Es wird die Geschichte des Ex-Junkies James erzählt, der in London mehr schlecht als recht mit seiner Musik auf der Straße über die Runden kommt. Eines Tages läuft ihm der rotfellige Kater Bob zu, der nun eine tragende Rolle in dessen Leben spielen wird. Die spannende Geschichte zwischen der ungeschönten Ansicht eines unschönen Millieus und der herzergreifenden Art wie sich James und Bob umeinander kümmern, ist wirklich angenehm erzählt. Auf großen Kitsch wird dabei ebenso verzichtet wie auf eine weichgezeichnete Geschichte, trotz den Happy Ends, das der realen Grundlage entspricht, über die auch ein Buch erschienen ist.

Der Film, der am 12. Januar 2017 in die deutschen Kinos kommt, ist wirklich sehenswert, nicht zuletzt wegen der schauspielerischen Leistung von Luke Treadaway, der den ins Leben zurückkehrenden James spielt, und den Closeups des Katers, dessen persönliche Sichtweise immer mal wieder von der Kamera eingenommen wird. Hier passen 7 von 10 Punkten.

Gruß, Marco
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Passengers

Beitrag: #54352 Comedix
8. Januar 2017 14:05

Bei Film Nummero 3 in diesem Jahr habe ich im Vorwege schon Höhen und Tiefen erlebt. Schon seit Wochen habe ich mich darauf gefreut, die Vorschauen waren verheißungsvoll und das Thema "Science-Fiction" fand ich auch schon immer spannend. Dann, als die ersten Berichte von Medien auftauchten, die den Film als eher durchschnittlich oder bestenfalls als "in den ersten 30 Minuten gelungen" bezeichneten, war meine Vorfreude dann doch ein wenig getrübt. Jetzt, nach eigenem Ermessen kann ich sagen, dass

Passengers

für mich der beste Film ist, den ich seit langem gesehen habe. Ich schwanke bei der Bewertung zwischen 8 von 10 Punkten und 9 von 10 Punkten, vergebe aber für mich dann doch die 9 von 10 Punkte, weil er mich wirklich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Auf der 120 Jahre dauernden Reise des Raumschiffes Avalon zur Kolonie Homestead II geschieht das bisher noch nicht Dagewesene: Eine der mehr als 5.000 Kälteschlafkommern der Mitreisenden hat einen Defekt und 90 Jahre vor der Ankunft erwacht der Passagier Jim, gespielt von Chris Pratt ("Guardians of the Galaxy", "Jurassic World") aus der Stasis.

Zuerst geschockt von dieser Tatsache, arrangiert er sich langsam mit der Tatsache und nutzt die Möglichkeiten, die das Schiff so bietet. Schließlich freundet er sich auch mit dem Androiden Arthuer (Michael Scheen) an, der als Barkeeper fungiert und mehr als ein Jahr lang sein einziger Ansprechpartner ist. Allerdings hat die Einsamkeit auch ihre Tücken und so beschließt Jim, dass die Mitreisende Aurora (Jennifer Lawrence) sein Schicksal teilen soll und sabotiert ihre Kältekammer, damit sie aufwacht und ihm Gesellschaft leistet.

Ab diesem Zeitpunkt wird aus einem wirklich guten Science-Fiction-Film eine Liebesgeschichte, bei der man Jim wirklich alles Glück wünscht. An dieser Stelle haben Kritiker dann bemängelt, dass sich die Story doch sehr von der Idee des Reisenden durch den Raum verabschiedet, aber mich hat es erstaunlicherweise nicht gestört. Im Gegenteil. Im weiteren Verlauf verkompliziert sich die Geschichte weiter, wenn das Raumschiff vermehrt Störungen im System meldet und mal eben echte Action aufkommt, die mit Hilfe des ebenfalls durch einen Fehler aufgewachten Crewman Gus Mancuso (Laurence Fishburne) wirklich sehr gut gemacht ist.

Insgesamt fand ich die Mischung sehr ausgewogen und die (insgesamt) 4 Schauspieler (plus ein Überraschungsgast am Ende des Films) zeigen ihr ganzes Können. Normalerweise stören mich eingewobene Liebesgeschichten, aber in diesem Fall passt es zur Story des Alleinreisenden. Dieser empfehlenswerte Film, den ich in 3D gesehen habe, ist seit Donnerstag im Kino.

Gruß, Marco
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de

Benutzeravatar
Marmelada
AsterIX Villager
Beiträge: 58
Registriert: 12. Oktober 2016 17:58

Re: Aktuell im Kino - Passenger

Beitrag: #54365 Marmelada
9. Januar 2017 06:54

Ich kann mich Marco eigentlich nur anschließen :-) und habe dem nichts hinzuzufügen .... AUSSER ....

Lieber Marco, du hast denjenigen, die den Film noch schauen wollen, viel zu viel überraschende Details verraten :roll:
Gruß Heike :lol:

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Why Him?

Beitrag: #54380 Comedix
10. Januar 2017 08:37

Mein lieber Schwan, der vierte Film in diesem Jahr und nach meinem Geschmack der zweite sehr empfehlenswerte Film, aber aus einem ganz anderen Genre als den zuletzt gesehenen Passengers. Viel gelacht und sehr amüsant war

Why Him?

Hier spielt Bryan Cranston (bekannt aus "Breaking Bad" und "Malcom mittendrin") denVater einer 22-jährigen Tochter aus dem gutbürgerlichen US-Mittelstand. Diese sehr ansehnlich von Zoey Deutch gespielte Dame verliebt sich in einen abgedrehten Internet-Millionär (James Franco), dessen Lebensweise beim ersten Besuch der Familie in Kalifornien auf die (eigentlich nicht so) heile Welt der Familie trifft. Nicht nur dieses Gefälle sorgt für reichlich Unterhaltung, sondern auch die beiden Welten des hippen aber etwas exentrischen Unternehmers, der sich schon mal als Überraschung das Portrait der Familie auf den Rücken tätowieren lässt, und die bisher sehr biedere Familie des Geschäftsmannes in den besten Jahren.

Ich würde schon gerne wissen, wie die deutsche Synchronisation die vielfältig verwendeten Variationen des Wortes "fuck" und "dick" in die Kinos bringt, aber es ist wirklich sehr unterhaltsam, wie sich die Wandlung des seriösen 55-jährigen in einen gegen den Umstand Kämpfenden vollzieht, dass seine Tochter einen seiner Meinung nach völlig durchgeknallten und aber steinreichen Typen heiraten will..

Ich fand den Film sehr unterhaltsam, im Kino wurde viel gelacht. Ich sehe Bryan Cranston sehr gerne, vor allem ist ihm ein Talent in die Wiege gelegt, das er auch in Breaking Bad sehr gut umzusetzen wusste: Von normal über aufbrausend bis durchtrieben. Zudem spielt James Franco das was er am besten kann - den völlig Durchgeknallten, der aber trotzdem Respekt vor den Weisheiten der "Industrie-Generation" hat. Als ergänzende Sidekicks funktionieren Zoey Deutch, deren Bruder und die von Megan Mullally gespielte Mutter ebenso gut wie Gustav, die rechte Hand des Millionärs, der wie damals Cato bei Inspector Clouseau in "Der rosarote Panther" seinen Brötchengeber als potentieller Angreifer überraschend aus dem Hinterhalt angreift.

Wer seinen intellektuellen Anspruch im Kino auf andere Filme konzentriert und hier nur kurzweilige Unterhaltung erwartet, ist genau richtig. Der Film läuft am 12. Januar in den deutschen Kinos an und bekommt von mir 8 von 10 Punkte.

Gruß, Marco
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

The Great Wall

Beitrag: #54422 Comedix
15. Januar 2017 17:17

Am vergangenen Wochenende habe ich mir einen Film angesehen, der nicht auf meiner Liste stand. Die Filmvorschauen, die es vor einem Film gibt, haben mich nicht angesprochen, aber immerhin spielt in

The Great Wall

Matt Damon mit und deshalb habe ich mit den Spektakel dann doch angesehen. Wer jedoch hier einen Film erwartet, der ansatzweise die Chinesische Mauer und ein gutes Drehbuch beinhaltet, dann wird die Enttäuschung groß sein. Mein Vorteil hier in den Kurzvorstellungen ist, dass ich nicht den Anspruch habe eine neutrale Bewertung zu verfassen. Deshalb kann ich ohne Probleme schreiben, dass mich der Film, der vor allem auf visuelle Reize und Action setzt, gar nicht begeistert hat.

Zwei Söldner - in persona Tovar (Pedro Pascal) und William (Matt Damon) - die unter großen Entbehrungen nach China reisen, sind auf der Suche nach Schwarzpulver. Sie erhoffen sich davon in ihrer Heimat Ruhm und Reichtum. Leider läuft das nicht wie geplant. Sie werden in eine Schlacht gezogen, die nicht den üblichen Regeln folgt, aber mehr möchte ich hier nicht verraten.

Kein Geheimnis ist, dass der Film seinen Erfolg auf zwei großen Märkten einfahren soll. Chinesische Zuschauer und westliche Action- und Schlachten-Liebhaber stehen im Fokus und dieser Wandel zwischen den Welten fühlt sich auch genau so unfertig an. Mit forschem Tempo geht's im Film voran und eine Schlacht folgt der anderen. Die wenigen ruhige Momente, so eine Begräbnis-Zeremonie, fühlen sich an wie eine Vollbremsung. Obwohl ich nicht dagegen habe, wenn mal aus einem Film Tempo herausgenommen wird, so passt das hier überhaupt nicht.

Wer Fantasy und/oder Schlachtengetümmel mag, kommt hier vielleicht noch auf seine Kosten. Mich hat der Film, der seit Donnerstag im Kino läuft, nicht vom Sockel gehauen und so bleibt eine magere Wertung von 4 von 10 Punkten.

Gruß, Marco
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de

Benutzeravatar
Comedix
AsterIX Elder Council Member
Beiträge: 4544
Registriert: 20. November 2001 09:54
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

The Girl With All The Gifts

Beitrag: #54431 Comedix
16. Januar 2017 23:12

Tja, da geht man völlig unbedarft in die Preview und erhofft sich einen Film, der in den kommenden Wochen anlaufen wird und von dem man zumindest ansatzweise schon mal gehört oder sogar schon einen Trailer gesehen hat. Bisher war es so, dass man sich einer entsprechenden Facebook-Gruppe zumindest einen Tipp vom Kinopersonal einholen konnte, welche Filme kommen KÖNNTEN, aber diese Funktion wird derzeit nicht mehr angeboten. Und so war

The Girl With All The Gifts

eine hammermäßige Überraschung, sowohl in der Auswahl als auch thematisch. Als der Titel zu Beginn des Films eingeblendet wurde, war ich blank jeder Ahnung, worum es gehen sollte. Der Film beginnt mit Szenen einer Kasernierung von Kindern, die von schwer bewachten Soldaten zum Unterricht gebracht werden. Erst im weiteren Verlauf merkt man, dass man in einen Film über eine Zombie-Apokalypse hineingeraten ist, denn die Kaserne wird von den Untoten, im Film "Hungries" genannt, überrannt. Nur das Mädchen Melanie, grandios gespielt von der Newcomerin Sennia Nanua, ihre Lehrerin, zwei Soldaten und eine Wissenschaftlerin, in dieser Rolle mit Glenn Close genial besetzt, entkommen dem Infernal und machen sich auf den Weg nach London, um sich zum nächsten bewohnten Areal durchzukämpfen.

Dort stellen sie fest, dass mit mit dem Kind, das von einer Mutter geboren wurde, die bereits mit dem Zombie-Virus infiziert war und deshalb eine Art Zombie der zweiten Generation ist, durchaus eine Hilfe sein kann - auch wenn es zwischendurch immer mal wieder Hunger auf Frischfleisch bekommt.

Der Film geht tiefer und beschreibt die Charaktere der Gruppe näher als es der durchschnittliche Zombie-Streifen vermag und das macht ihn trotz der Splatter-Szenen zu etwas Besonderem. Beim Ende weiß man nicht, ob man sich vom Zynismus abwenden oder der Hoffnung auf die Zukunft des Planeten Erde hinwenden soll. Auf jeden Fall lohnt sich der Blick hinter die beschriebene Apokalypse des Films, der am 9. Februar in den deutschen Kinos anläuft. Für mich eine gute 7 von 10 Punkten, der Bonuspunkt für die Überraschung des Abends.

Gruß, Marco
Deutsches Asterix Archiv: http://www.comedix.de


Zurück zu „Außerhalb Galliens“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast