Titelbild und neue Bilder

Diskussionen zum 37. Asterix-Band, der am 19. Oktober 2017 erscheint.

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WeissNix
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56205Beitrag WeissNix
11. August 2017 02:02

Erik hat geschrieben:
10. August 2017 20:27
Um die Qualität der Geschichte mache ich mir nach wie vor - und auch nach den letzten beiden Alben - mehr Sorgen.
Definitiv! Jetzt wird sich zeigen, wo die Reise hingehen wird; "Pikten" fand ich ja vom Szenario eher mau, "Papyrus" hat mir hingegen sehr viel Spass gemacht, was die Geschichte angeht - jedenfalls deutlich mehr als alles, was Uderzo alleine zusammengebastelt hatte.
bis repetita non placent!

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Andy-67
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56206Beitrag Andy-67
11. August 2017 05:32

Nach den bisherigen Bildern habe ich den Eindruck, das es sich eher um eine Orientierungs Fahrt handelt
Gruß, Andreas

:hammer:

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Terraix
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56207Beitrag Terraix
11. August 2017 10:07

Es dauert jetzt noch 69 Tage bis zum Erscheinen des Bandes. Dann werden wir uns ein konkretes Urteil über die Qualität der Geschichte bilden können :-) Ich hoffe natürlich auch nur das Beste und stimme zu, dass die Story zu Band 36 eine deutliche qualitative Steigerung im Vergleich zum Vorgängerband darstellt. Wenn es mindestens auf dem Niveau (von Band 36) weitergeht, bin ich ganz zufrieden. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Handlung in Band 37 noch temporeicher (nicht zuletzt aufgrund der Thematik) und stärker verdichtet sein wird. Denn wenn tatsächlich zahlreiche Städte und Gegenden Italiens besucht werden sollen, dann muss dies irgendwie auf 44 Seiten (Seiten 5-48) untergebracht werden.

Hier wie erwartet das Bild von gestern nun mit deutschen Texten: https://www.welt.de/kultur/literarische ... elix-2.jpg

Und hier der ganze Artikel mit einer weiteren Vorzeichnung: https://www.welt.de/kultur/literarische ... Monza.html

Beste Grüße,
Terraix
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Erik
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56210Beitrag Erik
11. August 2017 20:23

Hallo,
Terraix hat geschrieben:
11. August 2017 10:07
Hier wie erwartet das Bild von gestern nun mit deutschen Texten: https://www.welt.de/kultur/literarische ... elix-2.jpg
Obelix' Frage verwundert. Nach mehreren Rom-Besuchen (und zwangsläufig den Reisen dorthin) sollte er mittlerweile wissen, dass Römer nicht gleich Legionär ist.

Gruß
Erik
"Alle sollt ihr noch sehen, daß ich habe recht!" (Erik der Blonde, Die große Überfahrt, S. 5)

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Andy-67
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56211Beitrag Andy-67
11. August 2017 21:21

Ich vermute mal, das es die Vorfreude ist, die ihn ein wenig verwirrt, sicherlich hofft er auf Römer zum Zeitvertreib
Gruß, Andreas

:hammer:

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Terraix
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56212Beitrag Terraix
11. August 2017 21:44

Obelix war ja erst zweimal in Rom. Und mindestens einmal (Gladiator) ist er per Schiff gereist und in Ostia gelandet. Von dort sind es nur etwa 23 km bis Rom. Auf welche Weise er in "Lorbeeren" nach Rom und zurück gelangte, erfahren wir nicht.

Gut, er hat Rom eigentlich noch ein drittes Mal gesehen, aber nur vom fliegenden Teppich aus.

Wahrscheinlich vermutet er, dass in Italien besonders viele Legionäre stationiert sein müssen.
Freund großzügiger Meerschweinchen

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WeissNix
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56213Beitrag WeissNix
11. August 2017 22:15

Erik hat geschrieben:
11. August 2017 20:23
Obelix' Frage verwundert. Nach mehreren Rom-Besuchen (und zwangsläufig den Reisen dorthin) sollte er mittlerweile wissen, dass Römer nicht gleich Legionär ist.
Dein Einwand nicht minder; denn es gab Römer ja auch ausserhalb Roms, und das natürlich zur damaligen Zeit überwiegend im heutigen Italien, da die grösste Ausdehnung des Römischen Reiches ja erst noch kommen sollte. Die meissten freien Bürger, auch in den Provinzen, haben sich ganz selbstverständlich als Römer betrachtet. Ausserdem hat Obelix hinreichend bewiesen, dass er nicht nur Legionäre gern verprügelt, sondern bei Gelegenheit auch römische Zivilisten - wie auch alle anderen, die irgendwie im Weg waren.

Ausserdem werden damals in den eher unsicheren Provinzen bzw. an den Aussengrenzen des Römischen Reiches signifikant mehr Legionäre anzutreffen gewesen sein als im vergleichsweise sicheren italienisch/römischen Kernland.
bis repetita non placent!

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Erik
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56215Beitrag Erik
11. August 2017 22:36

Hallo,
WeissNix hat geschrieben:
11. August 2017 22:15
Die meissten freien Bürger, auch in den Provinzen, haben sich ganz selbstverständlich als Römer betrachtet.
Obelix' vorfreudigem Gesichtsausdruck entnehme ich allerdings, dass er römische Legionäre meint und sich auf Raufereien freut. Sicher haut er sich auch mit Zivilisten, aber normalerweise nicht einfach so, ohne Anlass.
WeissNix hat geschrieben:
11. August 2017 22:15
Ausserdem werden damals in den eher unsicheren Provinzen bzw. an den Aussengrenzen des Römischen Reiches signifikant mehr Legionäre anzutreffen gewesen sein als im vergleichsweise sicheren italienisch/römischen Kernland.
Das könnte ein Erklärungsansatz sein. Allerdings meine ich, dass Obelix jedenfalls in "Lorbeeren" auf dem Weg nach Rom schon durch ein großes Stück Italien gekommen sein dürfte. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass er dabei keinen Eindruck gewonnen haben soll, was Land und Leute angeht. Der Satz hier liest sich für mich jedenfalls so, als sei ihm Italien insgesamt weitgehend unbekannt, nicht nur abgelegene Regionen.

Gruß
Erik
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56218Beitrag Terraix
12. August 2017 11:46

Freund großzügiger Meerschweinchen

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Andy-67
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56219Beitrag Andy-67
12. August 2017 12:02

Würde mal tippen, das Obelix die Kontrolle schnell und unbürokratisch erledigt
Gruß, Andreas

:hammer:

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Latürnich
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56220Beitrag Latürnich
12. August 2017 15:02

Die meissten freien Bürger, auch in den Provinzen, haben sich ganz selbstverständlich als Römer betrachtet.
Wie kommst Du zu dieser gewagten These? Erst 212 n. Chr., also mehr als 250 Jahre nach Asterix, erhielten mit der Constitutio Antoniniana alle freien Bewohner des Reichs das römische Bürgerrecht. Zuvor hatte die Unterscheidung zwischen Römern und anderen freien Reichsbewohnern lange Zeit erhebliche rechtliche Relevanz (z.B. für Gerichtsbarkeit, Steuern, Militärdienst, Wahlrecht...) und war keinesfalls nur eine Lappalie. Über Jahrhunderte verbreitete sich das Bürgerrecht nur langsam - durch Verleihung z.B. an lokale Führungspersonen, Veteranen der Hilfstruppen und bisweilen an ganze Stadtbevölkerungen (z.B. Köln). Dass Italien (südlich des Po) insofern eine Sonderrolle einnahm, als infolge der Bundesgenossenkriege ab 88 v. Chr. alle freien Männer - trotz weiter bestehender regionaler Unterschiede und Identitäten - römisches Bürgerrecht erhielten, hatte ich ja neulich schon mal geschrieben.

Bei alldem finde ich es jedenfalls nicht abwegig, wenn im neuen Asterix regionale Eigenheiten innerhalb des römischen Italien karikiert werden sollten - aber letztlich kommt es natürlich nicht auf historische Detailgetreue an, sondern darauf, dass der Humor funktioniert :-)

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WeissNix
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56221Beitrag WeissNix
12. August 2017 15:44

Latürnich hat geschrieben:
12. August 2017 15:02
Wie kommst Du zu dieser gewagten These?
Durch regelmässigen Konsum so ziemlich aller Geschichtsdokus im öffentlich-rechtlichen TV; speziell die Terra-X-Sendungen zu den Römern in Germanien.
Und Du?
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Latürnich
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56236Beitrag Latürnich
14. August 2017 01:46

Durch ein mehrjähriges Geschichtsstudium mit Schwerpunkt Alte Geschichte. Ich hab ja meine Sicht auch näher erläutert, Du nicht.

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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56237Beitrag WeissNix
14. August 2017 03:23

Dann sollte Dir aufgefallen sein, dass ich von freien Bürgern sprach und Du von freien Bewohnern.
Im übrigen hast Du nicht Deine Sicht erläutert, sondern doziert.
bis repetita non placent!

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Iwan
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Re: neue Bilder

Beitrag: # 56239Beitrag Iwan
14. August 2017 07:26

Man kann auf diese Frage nach dem Lebensgefühl der römischen Reichsbewohner wohl kaum eine einfache Antwort geben, denke ich. Aber es könnte sich lohnen, das mit heute zu vergleichen, denn gewisse Muster im menschlichen Verhalten sind fast immer gleich.
worauf ich hinaus will: Vermutlich haben sich vor allem die als Römer gefühlt, die entweder schon patriotischer erzogen wurden oder die etwas dafür getan haben, Römer zu sein. In der Kaiserzeit waren das also vor allem die ehemaligen Soldaten, die nach dem Ende ihrer Dienstzeit das römische Bürgerrecht bekommen haben. Dies ist wie gesagt eine reine Vermutung, abgestützt darauf, dass zum Beispiel heute in den USA etwas Ähnliches zu beobachten ist: wer in der US-Armee dient, wird nach Ende der Dienstzeit offenbar leichter US-Bürger. Diverse Mexikaner und Südamerikaner haben diese Möglichkeit gewählt und sind heute offenbar nach Untersuchungen die patriotischsten Bewohner (oder patriotischsten Nicht-Weißen, weiß ich nicht mehr genau) des Landes. Offenbar sind die Ex-Soldaten unter den eingebürgerten Hispanics die einzige Gruppe, die mit überwältigender Mehrheit Trump gewählt haben, also den Mann, der sie als Drogenhändler, Vergewaltiger bezeichnet hat und mit einer Mauer aussperren will.
Wer also als Soldat für seine neue Heimat gekämpft hat, entwickelt offenbar eher ein patriotisches Gefühl dafür. Dies könnte auch im römischen Reich so gewesen sein, könnte ich mir vorstellen. Ich erinnere mich jedenfalls an eine Doku über die Ubier rund um Köln, die aus denen in der Zeit um 70 nach Christus reine Römer gemacht hat - was mir weniger plausibel erschienen ist. Solche Dokus sind oft eher vereinfachend, daran sollte man denken.

In Italien war die Situation vielleicht etwas anders. 50 v. Chr., zu Asterix´ Zeiten, war der Bundesgenossenkrieg, in dem sich die italischen Stämme nochmals gegen Rom gewehrt hatten, erst etwa 30 Jahre her. Die Einheimischen waren danach zu römischen Bürgern geworden und trugen diese neu erworbene Würde sicher gern und sehr stolz vor sich her.

Man weiß nicht, ob es damals ein Gefühl oder eine Identität wie "Ich bin Römer griechischer Herkunft" gab, oder ob man eben nur entweder Römer oder Gallier aus diesem und jenem Stamm sein konnte. Paulus zum Beispiel bezeichnete sich ja später als römischer Bürger, aber eben jüdischen Glaubens, nicht als Jude. Für ihn gab es also nur ein Entweder-oder, wobei seine Situation natürlich auch speziell war. Er musste sein Bürgertum herausstellen, um sich davor zu retten, als Provinzbewohner "einfach so" hingerichtet zu werden.
Gerade für die Italer, die sich ihr Bürgerrecht in dem langen Aufstand erkämpft hatten, mag es in der Anfangszeit schon beides gegeben haben: Ich bin Römer, aber eben auch Etrusker.

Dies sind Überlegungen von mir, die wie gesagt keine Fachuntersuchungen zitieren, sondern von heute aus argumentieren. Wie stichhaltig das ist, ist eine andere Frage, aber ich freue mich auf Meinungen!
Gott sagte zum Stein: "Und du wirst Feuerwehrmann!" Der Stein sagte: "Nein, dazu bin ich nicht hart genug."

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