Werke mit Goscinny-Beteiligung

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Nullnullsix
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

@Erik:

Kann von mir aus jeder halten, wie er will, nur: Je differenzierter man es formuliert, umso eindeutiger ist, was gemeint ist und umso weniger Missverständnisse gibt es.

Ich(!) differenziere wie folgt:

Heft: Hat Heft(!)klammern. Umschlag aus Papier - wenn man Glück hat, etwas stabileres Papier als die Innenseiten, aber eben Papier.
Presse- oder Kiosk-Album: Das 'klassische' Asterix-Album, ZACK Comic-Box, o.ä.: Eben (meist) am Kiosk erhältlich, Umschlag aus (dünnem) Karton, Klebebindung und demzufolge (im Ggs. zum Heft) ein Buchrücken.
SC-Album: Ähnlich dem vorangegangenen, aber eher über (Comicfach-)Buchhandlung vertrieben, Umschlag aus etwas festerer Pappe und eher auch foliert/lackiert. Die 'klassischen' Tim-und-Struppi-Alben, sind das wohl bekannteste Produkt dieser Art.
Da SC-Alben einerseits auch immer 'dünner' werden, Kiosk-Alben andererseits auch mittlerweile oft 'glänzende' Umschläge (Folie/Lack) aufweisen, verschwimmen hier die Grenzen in der Aufmachung zunehmend, und selbst das Vertriebswege-Unterscheidungskriterium passt zuweilen nicht mehr: Die 40 Bände im Goscinny-Lucky Luke-Schuber, sind in der Art wie die normalen Kiosk-LLs, aber dort nicht erhältlich.
HC-Album: Alben, bei denen der Seitenblock mittels Vorsatzblättern in einen stabilen Umschlag geklebt werden. Oft ist der Buch-Block (=Seitenblock) dabei fadengeheftet, seltener 'nur' geleimt und ja, ich weiß nicht mehr, bei welchem Band, aber mir ist tatsächlich auch schon mal ein HC begegnet, bei dem der Buchblock ein klammergefetetes 'Heft' war (alle Seiten gemeinsam geheftet, im Ggs. dazu werden bei Fadenheftung meist nur drei oder vier Papier-Bögen (12-16 Seiten) zusammengeheftet, so dass der Buchblock eines normalen ca. 48seitigen Albums aus drei oder vier solcher 'Minihefte' besteht).

Es gibt Verlage, die 'schludrig' sind und es anders machen, aber in der Regel werden klassischerweise - im Ggs. zu Heften - bei Alben die Umschlagseiten (und bei HC-Alben auch die Vorsatzblätter) nicht mitgezählt: Das 'Buch' beginnt dann mit dem Schmutztitel (Seite 1 (des Buchblocks)), Seite 2 enthält dann das Impressum, ab Seite 3 beginnt dann der Inhalt. Bei Asterix üblicherweise auf Seite 3 die Landkarte, Seite 4 die Personenvostellung und auf Seite 5 beginnt dann der Comic mit Comicseite 1 (der 'signierten Nummerierung', so es eine gibt, die nicht wegretuschiert wurde - keine Regel ohne Ausnahme: Morris hat in seiner Frühzeit alle LL-Seiten durchnummeriert (außer denen für Risque-tout'), da sind dann die 'signierten Seitennummerierungen' bei den frühen Geschichten natürlich ungleich 1...). Dadurch, dass nur der Buchblock in der Seitenzählung berücksichtigt wird, sind auch die Seitenzahlen bei HC- und SC identisch, so dass zB Ehapa bei Asterix die Buchblöcke gemeinsam herstellen kann (andernfalls hätten HC vorne und hinten jeweils 2 Seiten mehr als die SC, wenn das Vorsatzblatt zusätzlich zu den Umschlagseiten noch mit gezählt würde...).

Jemand 'vom Fach' würde die von mir gemachte Unterscheidung zwischen Presse-/Kiosk-Album und SC-Album so nicht machen, aber die Unterscheidung zwischen Heft, SC ('gelumbeckt', 'Taschenbuch') und HC ('gebunden', 'Buch') ist im Buchhandel und bei der Herstellung von Druckerzeugnissen durchaus üblich und 'normal'.
Zuletzt geändert von Nullnullsix am 22. Januar 2023 18:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Erik
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
bdhk hat geschrieben: 22. Januar 2023 18:04Ich habe ebenfalls (aber beide) bestellt;
na, hoffentlich haben wir jetzt nicht beide bei genau demselben Angebot zugegriffen. Man wird sehen, was bei wem lieferbar ist.

Gruß
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Nullnullsix
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

PS: ...und ich finde es in der Tat sinnvoll und hilfreich, wenn man diese Einbandarten (im 'fachlichen', 'wissenschaftlichem' Kontext/Austausch) auseinander hält - im normalen, umgangssprachlichen Kontext mag gerne von 'Alben' als 'Heften' gesprochen werden...

A propos: Noch ne 'Eigen-Differenzierung', die ich im Zusammenhang mit Comics mache: 'Heft' ist für mich 'kleineres' Format (zB Micky Maus, Fix & Foxi, MV Comix, die Williams-Marvels u.ä.), während 'Magazin' großformatigere 'Hefte' meint, so ca. A4. Meist(!) sind Heftumschläge im Vergleich zu Magazinenumschlägen auch dünner, oft zumindest auch der 'Dünnigkeitsunterschied' zu den Innenseiten bei Heften geringer als bei Magazinen. - Aber das ist als Unterscheidungskriterium untauglich, weil es diesbezüglich jede Menge Ausführungen und Ausnahmen von der Regel gibt...
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag bdhk »

Erik hat geschrieben: 22. Januar 2023 18:40na, hoffentlich haben wir jetzt nicht beide bei genau demselben Angebot zugegriffen. Man wird sehen, was bei wem lieferbar ist.
Keine Sorge, bei mir waren es eBay-Angebote, und das funktioniert alles in Echtzeit, nach Kauf verschwinden die sofort.

Von Chick Bill habe ich ein Exemplar gefunden, Jerry Spring zwei.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag bdhk »

Erik hat geschrieben: 22. Januar 2023 13:37Diese Zusammenarbeit von Tibet und Goscinny währte aber nur für diese eine Episode ("La bonne mine de Dog Bull", dt. "Urlaub in der Todeswüste"), da dem Zeichner wohl realistischere Geschichten als die Gag-betonten Texte Goscinnys für seine Serie vorschwebten.
Das kann durchaus sein: Ich habe das Heft nun vorliegen und finde die Mischung aus realistischem Western und Funny nicht sehr gelungen. Die Gags wirken unpassend und als klamaukige Fremdkörper in der sonst "ernsten" und realistisch gezeichneten Geschichte. Insbesondere die Auflösung passt überhaupt nicht zur Geschichte.

Ähnlich geht es mir übrigens mit Pitt Pistol, aber das nur am Rande. Es kann halt nicht jeder Schuss ein Treffer sein, auch bei Genies nicht ;-)
Erik hat geschrieben: 22. Januar 2023 13:37Dies war wohl deshalb kurios, weil es sich um einen humoristischen Westerncomic handelt, der seinerzeit als "Konkurrenzprodukt" zu dem im Spirou-Magazin erscheinenden Lucky Luke - den Goscinny zu der Zeit bereits textete - galt.
Witzigerweise gibt es einen Jolly-Jumper-Moment, in dem der Held mit seinem Pferd kommuniziert und dieses anschließend menschlich handelnd in die Geschichte eingreift - in Gestalt einer Befreiung des Helden aus einem Gefängnis. Auch Jolly Jumper wird ab und an als "Fluchthelfer" missbraucht; ob auch konkret bei einem Gefängnisausbruch, habe ich gerade nicht präsent, ich meine aber ja.


Insgesamt kein Must Have, jedenfalls nicht wegen des Unterhaltungswertes. Allerdings doch eine interessante kleine Facette des Goscinny-Werkes, insbesondere vor dem Lucky-Luke-Hintergrund, deren Kauf sich für den Goscinny-Freund angesichts des günstigen Preises lohnt.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Ich hab das fragliche Chick-Bill-Heft nicht, aber nach den mir vorliegenden Informationen erschien die Geschichte dort nur in gekürzter Form. Wie viel gekürzt und inwieweit sich das möglicherweise auf die Qualität der Geschichte ausgewirkt haben mag, vermag ich nicht zu beurteilen.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
bdhk hat geschrieben: 24. Januar 2023 15:08Das kann durchaus sein: Ich habe das Heft nun vorliegen und finde die Mischung aus realistischem Western und Funny nicht sehr gelungen. Die Gags wirken unpassend und als klamaukige Fremdkörper in der sonst "ernsten" und realistisch gezeichneten Geschichte.
ich habe das Heft noch nicht, sondern heute erst die Nachricht erhalten, dass es abgeschickt wurde. Insofern kann ich noch nicht "mitreden". Zur Einordnung Deiner Kritik wäre es natürlich gut zu wissen, wie die Serie ansonsten - insbesondere vor der Goscinny-Arbeit - angelegt ist: humoristisch, realistisch/abenteuerhaft oder gemischt. Erst wenn man das weiß, lässt sich beurteilen, ob das Goscinny-Szenario ein Fremdkörper für die Serie ist.
bdhk hat geschrieben: 24. Januar 2023 15:08Ähnlich geht es mir übrigens mit Pitt Pistol, aber das nur am Rande.
Bei Pitt Pistol ändert sich der Zeichenstil ja sehr von am Anfang eher realistisch zu am Ende funny oder zumindest semi-funny mit deutlicher Verjüngung des Aussehens insbesondere des titelgebenden Protagonisten.
Nullnullsix hat geschrieben: 24. Januar 2023 15:37 Ich hab das fragliche Chick-Bill-Heft nicht, aber nach den mir vorliegenden Informationen erschien die Geschichte dort nur in gekürzter Form.
Das wäre natürlich überaus bedauerlich. Woraus ergibt sich das?

Gruß
Erik
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 24. Januar 2023 17:34 (...) Zur Einordnung Deiner Kritik wäre es natürlich gut zu wissen, wie die Serie ansonsten - insbesondere vor der Goscinny-Arbeit - angelegt ist: humoristisch, realistisch/abenteuerhaft oder gemischt. Erst wenn man das weiß, lässt sich beurteilen, ob das Goscinny-Szenario ein Fremdkörper für die Serie ist. (...)
Ich erinner das nur undeutlich aus der Lektüre von Sekundär-Quellen, aber grundsätzlich hat, soweit ich es erinnere, die Serie ne Weile gebraucht, bis sie 'ihren' Stil/Tonfall gefunden hat. Zu Beginn(?) gab es wohl eine Phase, in der die Personen noch teilweise anthropomorphe Merkmale hatten (daher wohl auch der Name 'Sheriff Dog Bull', entsprechend einer Bulldogge). Die von Goscinny getextete Geschichte ist ja relativ früh in der Chronologie der Serie, fällt insofern also wohl noch in die Phase der 'Stilfindung'.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 24. Januar 2023 17:34 (...)
Das wäre natürlich überaus bedauerlich. Woraus ergibt sich das? (...)
Angabe in dem Sekundär-Werk ZAKUNDÄR. :-D
Geht also auf Recherche von Armin Kranz zurück.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag bdhk »

Nullnullsix hat geschrieben: 24. Januar 2023 15:37 Ich hab das fragliche Chick-Bill-Heft nicht, aber nach den mir vorliegenden Informationen erschien die Geschichte dort nur in gekürzter Form.
Das scheint zu stimmen. Das französische Album hat offenbar 48 Seiten, das deutsche Bastei-Heft nur 32 (davon 30 Story). Aber ich kaufe jetzt nicht noch die Originalausgabe hinterher, irgendwann reicht es mit der Goscinny-Exegese ;-)

Erik hat geschrieben: 24. Januar 2023 17:34Zur Einordnung Deiner Kritik wäre es natürlich gut zu wissen, wie die Serie ansonsten - insbesondere vor der Goscinny-Arbeit - angelegt ist: humoristisch, realistisch/abenteuerhaft oder gemischt. Erst wenn man das weiß, lässt sich beurteilen, ob das Goscinny-Szenario ein Fremdkörper für die Serie ist.
Das stimmt - wir lesen ja auch den Post-Goscinny-Asterix weiter. Aber jede Serie komplett zu lesen, an der Goscinny mal irgendwann am Rande beteiligt war, ist ja noch mehr Overkill ;-) Insofern kann ich mich nur auf dieses eine (Teil-)Abenteuer stützen und externe Quellen. Und da sagt z.B. die französische Wikipedia, dass es mit der Zeit lustiger geworden sei (von théâtre classique hin zu commedia dell'arte) und spricht von "oft ernsten Geschichten, aber immer in lockerem, lustigem Ton". Das kann ich aus der einen Episode so bestätigen, nur dass ich den "lustigen" Ton halt zu holzhammerlustig finde.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo Oliver,
Nullnullsix hat geschrieben: 24. Januar 2023 17:47Angabe in dem Sekundär-Werk ZAKUNDÄR. :-D
Geht also auf Recherche von Armin Kranz zurück.
o.k., ich wusste nicht, dass Du Mitautor eines Sekundärwerks über ZACK bist. Dieses ist lange vergriffen und auch antiquarisch derzeit leider nicht zu bekommen. Aber die Autoren haben sich, wie man liest, entschieden, es kostenlos zum Download als PDF bereit zu stellen. Dafür von meiner Seite an dieser Stelle Dankeschön. :-)
https://alexandrab65.blogspot.com/2020/ ... nload.html

Auf Seite 44 in diesem Werk steht in der Tat unter dem (wohl ZACK-spezifischen) Eintrag "Kid der Kühne" die Geschichte "La Bonne Mine De Dog Bull (1957)". Darunter steht der deutsche Titel mit dem Zusatz "(gekürzt)" und rechts der Erscheinungsort in dem Bastei-Heft.
bdhk hat geschrieben: 24. Januar 2023 17:58Das scheint zu stimmen. Das französische Album hat offenbar 48 Seiten, das deutsche Bastei-Heft nur 32 (davon 30 Story).
Und das bestätigt die Recherche von Armin Kranz dann ja.

Vielleicht schaue ich mal, ob ich als Vergleich ein günstiges Exemplar der französischen Ausgabe finde.

Gruß
Erik

EDIT: Ich habe ein französisches Exemplar geordert. Das Ergebnis des Vergleichs (Wieviel fehlt? Wurde ummontiert?) werde ich Euch wissen lassen. Ob für die Geschichte wesentliche Teile abhanden gekommen sind, werde ich mangels hinreichender französischer Sprachkenntnisse aber nicht beurteilen können.
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag WeissNix »

bdhk hat geschrieben: 24. Januar 2023 15:08 Es kann halt nicht jeder Schuss ein Treffer sein, auch bei Genies nicht ;-)
Zumal bei einem Genie, das, da offenbar Workaholic (vielleicht brauchte er auch nur das Geld, Szenaristen sollen damals sehr schlecht bezahlt worden sein), den Grossteil seiner Karriere nicht einzeln aus einem Hinterlader, sondern mit mehreren Schuß pro Sekunde aus einem Maschinengewehr geschossen hat. Und bei einem Maschinengewehr reicht es ja, wenn ein paar wenige Kugeln von den Dutzenden pro Salve ihr Ziel finden.

Er wird auch nicht bei all seinen Arbeiten mit demselben Herzblut dabei gewesen sein wie bei Asterix oder LL - manches wie zB Benjamin und Benjamine waren ja auch m.W. reine Auftragsarbeiten.

Das ist auch der Grund, warum ich nicht jedem Furz, den er gelassen hat, hinterherspüre. Andere Väter haben auch schöne Töchter - und sogar schönere als so manches vom Meister, dessen Gesamtwerk eben nicht zur Gänze so zeitlos ist wie Asterix ;-) Vieles von Goscinny ist zwar ganz nett, aber eben auch inzwischen etwas angestaubt.
Und für alles reicht weder mein Geld, meine Restlebenszeit noch mein Platz.
Hören Sie mal, würde es Ihnen was ausmachen, wenn ich jetzt einfach aufgebe und verrückt werde? (Arthur Dent in "Per Anhalter durch die Galaxis" von D. Adams)
Wer gendert, hat die Kontrolle über seine Muttersprache verloren. (Karla Lagerfeld)
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Nullnullsix »

Erik hat geschrieben: 24. Januar 2023 18:34 (...) Aber die Autoren haben sich, wie man liest, entschieden, es kostenlos zum Download als PDF bereit zu stellen. Dafür von meiner Seite an dieser Stelle Dankeschön. (...)
Bitteschön. :-D
De facto hätten wir das schon viel früher kostenlos als pdf zur Verfügung gestellt - wenn es ein pdf davon gegeben hätte! Is aber seinerzeit noch sehr analog hergestellt worden, weswegen es schwierig war, es einigermaßen zu digitalisieren. Unter anderem deshalb gab es auch keine Neuauflage: Das Teil ist voller (Tipp-)Fehler und eine neue Ausgabe hätte nur Sinn gemacht, wenn man solche korrigiert und den Inhalt aktualisiert. Das wäre bei digitaler Vorlage einfach gewesen, aber so wäre es darauf hinaus gelaufen, den Band noch mal von Null komplett neu zu machen. Ein Aufwand der in keinem vernünftigen Verhältnis zum 'Ertrag' gestanden hätte.

Und bezüglich "wusst' ich nich". Wer mehr dazu wissen will, klickt hier: http://www.onliver.de/zaxxene/zaxxene4/ ... index.html (erfährt da aber auch immer noch längst nicht alles, was ich bisher so 'angestellt' habe... ;-) )
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag Erik »

Hallo,
Nullnullsix hat geschrieben: 25. Januar 2023 02:13Und bezüglich "wusst' ich nich". Wer mehr dazu wissen will, klickt hier: http://www.onliver.de/zaxxene/zaxxene4/ ... index.html
für 35,00 € Nachdrucke (fast) der ganzen Reihe zu erwerben, klingt recht günstig. Sind in der Zeitschriftenreihe für an Goscinny/Uderzo-Comics und deren Hintergründen Interessierte lohnende Beiträge enthalten?

Gruß
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Re: Werke mit Goscinny-Beteiligung

Beitrag: #Beitrag bdhk »

WeissNix hat geschrieben: 25. Januar 2023 01:58Er wird auch nicht bei all seinen Arbeiten mit demselben Herzblut dabei gewesen sein wie bei Asterix oder LL - manches wie zB Benjamin und Benjamine waren ja auch m.W. reine Auftragsarbeiten.

Das ist auch der Grund, warum ich nicht jedem Furz, den er gelassen hat, hinterherspüre.
Vielleicht ist es tatsächlich ein ganz guter Filter, wenn man sich auf die Werke beschränkt, die auf Deutsch vorliegen. Um eine Übersetzung anzustoßen, muss wenigstens irgendwann mal irgendjemand der Meinung gewesen sein, dass es sich nicht um kompletten Schund handelt.