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Die Gallier (III) - Obelix

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Der Hinkelsteinlieferant, Wildschweinliebhaber und dickste Freund von Asterix im Detail.

Obelix ist in den Geschichten der Charakter, auf den Asterix sich in allen Lebenslagen verlassen kann. Der Name des friedlichen, etwas naiven und kräftig gebauten Galliers basiert auf dem Obelisken, einer langen, schlanken und ursprünglich aus Ägypten stammendenden Steinsäule, die sich nach oben verjüngte. Sie könnten als Urform der von Obelix produzierten Hinkelsteine gelten. Das Vorkommen der Menhire in den Asterix-Geschichten ist eigentlich ein Anachronismus, weil diese Monumente aus einer Zeit stammen, die weit vor den Erzählungen über die Gallier im Jahre 50 v.Chr. stammen. Dank moderner Untersuchungen wurden die Steine in den Zeitraum zwischen 3000 und 1000 vor Christus datiert.

Wie man annehmen muss, erfordert das Produzieren und Transportieren eine gehörige Portion Kraft, die Obelix sicherlich auch ohne als Kind in den Zaubertrank gefallen zu sein, leicht aufbringen könnte. Die Geschichte wie Obelix in den Zaubertrank fiel, erschien erstmals 1965 in der Zeitschrift 'Pilote', um 1989 in Buchform mit dem passenden Titel 'Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist' in Deutschland zu erscheinen.

Um seine imposante Gestalt zu erhalten, isst Obelix sein Lieblingsgericht, gebratenes Wildschwein, mit größtem Genuss. Allerdings ist es als Fehler zu bezeichnen, wenn man ihm gegenüber steht und ihn als 'dick' bezeichnet. Als einziges Kleidungsstück trägt er seine blau-weiß gestreifte Hose, sehr passend zu den historischen Beschreibungen der Römer über die Stoffe der Gallier. Bei Strabon IV, 4,6, heißt es, dass "sie auffallende Kleidung, gefärbte Hemden, die mit vielen verschiedenen Farben genäht sind tragen. Hosen, welche sie in ihrer Sprache 'braccae' nennen. Auch tragen sie gestreifte Mäntel, die mit einer Spange an der Schulter befestigt sind, für den Winter dicke und im Sommer leichte, und die unterteilt sind mit dicht aneinandergefügten Karos in verschiedenen Farbtönen."

Der Unterschied zwischen den historischen Galliern und Obelix besteht dann wohl hauptsächlich aus der Tatsache heraus, dass Obelix keinen Umhang trägt. Dieser hätte ihn schließlich in seinem Hinkelsteinbruch beim Arbeiten behindert. In 'Obelix GmbH & Co. KG' kommt Obelix aber dann zu Ehren. Als Eigentümer des ersten Hinkelsteinbetriebes in Gallien konzentriert er sich dann auf die geschäftlichen Beziehungen zu den Römern, während seine Angestellten seine geliebten Wildschweine jagen und in seinem Steinbruch für Nachschub sorgen. Die Tatsache, dass Goscinny und Uderzo den Einzug von gesellschaftlichen Schichten und bei den Eigentümern das Tragen von Mänteln und Umhängen in einem Band geschehen lassen, bedeutet, dass sie den Mantel zu einem Kleidungsstück erheben, das eine Person aus der Gemeinschaft der restlichen Dorfbewohner heraushebt.


 
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