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Asterix bei den Pikten - Band XXXV

Egmont Ehapa Verlag

Durchschnittliche Bewertung:
geht so (2.5)
Anzahl der Bewertungen: 575

Erstauflage des Buches "Astérix chez les Pictes" bei Hachette als Band 35 der Reihe. Gleichzeitig ist dieser Band europaweit mit 5 Millionen Exemplaren am 24. Oktober 2013 erschienen, davon in Deutschland mit einer Erstauflage von 1,5 Millionen Ausgaben.

Im winterlichen Gallien wird nach einem Sturm ein befremdlich aussehender Gast eingefroren in einem Eisblock an den Strand in der Nähe des uns wohlbekannten gallischen Dorfes angeschwemmt. Es stellt sich heraus, dass der Fremde ein Bewohner Kaledoniens, ein Pikte, ist. Asterix und Obelix begleiten Mac Aphon auf der Rückreise in die Heimat und geraten dort in die Streitigkeiten der verschiedenen Clans, die im Kampf um die Vorherrschaft auch auf die Hilfe der Römer setzen. Doch nicht nur die Gallier unterstützen den Clan von Mac Aphon, sondern auch eine Lebensform, die einem großen Otter zum Verwechseln ähnlich sieht ...

Dieses Abenteuer ist die erste Ausgabe, die vom neuen französischen Autorenduo, dem Zeichner Didier Conrad und dem Autoren Jean-Yves Ferri, erdacht und gezeichnet wurde. Sie sollen die Nachfolge von Albert Uderzo antreten, der seinen Helden zwar vertrauensvoll in neue Hände geben möchte, jedoch noch über der Entstehung des neuen Bandes wachte, schließlich steht sein Name neben dem von Conrad als Signatur auf dem Einband.

Comedix' Meinung:

Selten war die Spannung auf einen neuen Asterix-Band so groß. Gewiss, schon durch die zuletzt sehr begrenzte Erscheinungsweise im 4-Jahres-Rhythmus war ein neues Abenteuer immer etwas Besonderes, doch diesmal waren die Augen aller auf die neuen Autoren Jean-Yves Ferri und Didier Conrad gerichtet, die in verschiedenen Interviews betonten, ausgemachte Freunde der traditionellen Reise-Abenteuer der Asterix-Erfinder Goscinny und Uderzo zu sein. Und wieder stand die Hoffnung im Raum, dass jetzt - endlich, endlich - wieder ein klassisches Asterix-Abenteuer den Asterix-Leser erfreuen könnte. Womöglich haben sogar die Tradtionalisten, die seit dem Tod Goscinnys vor nunmehr 36 Jahren in kein Heft mehr gesehen haben, verstohlen und möglichst unbeachtet in den neuen Band geschaut, um zu sehen, ob sich nicht doch noch etwas tut, abseits von Außerirdischen wie in "Gallien in Gefahr" (Band 33, 2005) und aufgewärmten Kurzgeschichten aus "Asterix plaudert aus der Schule" (Band 32, 2003) und "Asterix und Obelix feiern Geburtstag" (Band 34, 2009).

Im vorliegenden Abenteuer "Asterix bei den Pikten" reisen die Gallier mit dem Pikten Mac Aphon, der unter nicht ganz nachvollziehbaren Gründen in einen Eisblock eingefroren am Strand in Aremorica, ganz in der Nähe des uns bekannten Dorfes angeschwemmt wird, zurück in dessen Heimat. Dort angekommen geraten sie schnell in die Machenschaften des rivalisierenden Clan-Chefs Mac Abberh, der mit Hilfe römischer Unterstützung König aller Pikten werden möchte und nebenbei noch die schöne Verlobte von Mac Aphon, Camilla, entführte, die er als Königin vorgesehen hat.

Wie auf vielen Reisen, auf denen Asterix und Obelix die Eigenarten der heimischen Bevölkerung kennenlernen, werden auch hier zwangsläufig Schottenmuster, das Baumstammwerfen, die historisch überlieferte Rivalität der schottischen Völker und Nessie, das Seeungeheuer aus dem Loch Ness, in die Waagschale geworfen. Obelix darf dabei, und das vielleicht etwas zu oft, wieder in die Rolle des eher naiven und leicht reizbaren Galliers mit enormer Muselkraft schlüpfen, während Asterix die Handlung der Geschichte vorantreibt. Natürlich dürfen als Running Gag auch eine Piratenszene, der unerfüllte Wunsch Troubadix' nach einem Abschiedsständchen und die sprachliche Voreingenommenheit von Obelix auf alle Varianten des Wortes "dick" nicht fehlen. Nur Idefix, der treue kleine Freund von Obelix, muss diesmal leider zu Hause bleiben.

Eigentlich hat das neue Abenteuer alles, was man sich von einem Asterix-Band wünscht, doch womöglich wollten die Autoren hier bewusst auf festem Boden bleiben. Eine solide Geschichte, die sehr gut gezeichnet ist und einen Detailgrad zeigt, der in den letzten Abenteuern doch arg gefehlt hat. Der hintergründige Humor blieb meines Erachtens etwas auf der Strecke, mir rang der Band mal ein Lächeln ab, doch der Wortwitz ist für die nächsten Arbeiten von Ferri noch ausbaufähig. Für die jüngere Zielgruppe ist das sicher eine schöne Abwechslung, womöglich landen dann die Konsolen, Facebook und Anime mal für ein paar Minuten in der Ecke. "Der beste Band seit 'Asterix bei den Belgiern'", meinte ein junger Leser. Womöglich hat er recht.

Auf jeden Fall ist der neue Asterix mehr als nur einen kurzen Blick wert. Es ist ein handwerklich gut gemachter Neuanfang, der sicherlich noch nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, die Geschichten der listigen Raufbolde in der Vergangenheit geboten haben. Wer weiß, wie streng der Blick von Albert Uderzo über den neuen Autoren wachte. Sicher werde ich mir den Band noch öfter durchlesen. Vielleicht erschließt sich mir ja dann die Tiefe, die mir beim ersten Lesen verborgen blieb.

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Rezension von LW97 am 08. Mai 2015
Ich sehe mehr positives als negatives. Es geht nach den mäßigen bis unterirdischen Solo-Heften von Uderzo wieder nach oben!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von Glaubmirnix Siehselbst am 29. März 2014
Mir entging das Vorwort natuerlich nicht; dort wird erklaert, wie das Heft entstand. Viele der Kommentare hier handeln bereits davon.
Was mir aber als erstes auffiel ist gleich schon das Titelbild und der Titel.
Wer sind denn Pikten?! Und warum werfen sie Baumstaemme?

Es wurde viel ueber den Inhaltsmangel und die tatsaechlich eher gequaelte Storyline - in denen unsere "Helden" mitwirken, aber nicht wirklich ausschlaggebend sind (naja, sich geschlagen wird schon) - aber was mich erst wunderte und dann bewunderte ist die tatsaechliche zumindestens annaehernde historische Darstellung der Vorfahren der Schotten. Mir waere lieber gewesen, die Handlung haette "Highland-Games" behandelt anstatt Nessi, aber es ist Hoffnung da!
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Rezension von Erkenngarnix am 18. Februar 2014
Erst dieser Band zeigt uns, was für ein genialer Zeichner Uderzo ist. Der neue Band ist stümperhaft und lieblos gezeichnet, viele Figuren anhand der Mimik kaum wiederzuerkennen. Was ist bloß aus Methusalix' Frau geworden? Wie bekloppt sehen Asterix' Augen aus? Weshalb werden auf jedem Bild inflationär die "Schwitztröpfchen" über dem Kopf eingesetzt, die eine emotionale Regung verdeutlichen sollen? Ich kann das beliebte Uderzo-Bashing nicht nachvollziehen. Bis zu "Asterix und Maestria" habe ich auch alle Uderzo-Alleingänge sehr gemocht. Lediglich "Latraviata", "Obelix auf Kreuzfahrt" und "Gallien in Gefahr" fand ich daneben.
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Rezension von Oehmix am 25. Dezember 2013
Mit großer Spannung habe ich den neuen Asterix-Band gelesen. Was mir gefallen hat: grafisch solide, Story ist flüssig, keine größeren Patzer. Sicher, insgesamt kann es den guten Goscinnys nicht das Wasser reichen. Was mir und einigen der anderen Rezensenten z.B. nicht so gefallen hat, ist der Zensor und das ebenso überflüssige Monster, auch, dass viele der Dorfbewohnerinnen emanzipierter rüber kamen als in den Goscinny-Bänden. Auch der Humor ist (noch) weit entfernt von dem Niveau eines Goscinnys in seinen besten Zeiten.
Aber man sollte sich vor Augen halten, dass Goscinny sich von mittelmäßigen Werken wie z.B. der Gallier auch er sich langsam gesteigert hat. Im Vergleich zu den zuletzt unerträglichen Uderzos ist der neue Band sowieso eine komplett andere Liga. Von daher bin ich einverstanden mit der Umsetzung, insgesamt bin ich positiv überrascht und glaube die Jungs sind auf dem richtigen Weg, daher ein "gut" von mir.
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Rezension von gerald herrmann am 13. Dezember 2013
goscinny fehlt nach wie vor. jedoch ist die zeit der uderz´schen verbrechen wohl vorerst mal vorbei. sprachlich kein großer wurf, aber inhaltlich doch eine kleine freude, die gallier wieder auf gewohntem terrain anzutreffen. graphisch solide.
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Rezension von Felix am 05. November 2013
Viele Rezensionen behandeln den neuen Asterix, diesmal bei den Pikten, sehr freundlich. Im Vorfeld gab es eine Menge Presse, so dass wir selbst im Rahmen eines hochernsten SAP - Integrationstestes kurz Zeit dafür fanden, uns zu unterhalten. Der Tenor der Älteren (ich bin 45): "Schwach, sehr schwach." Desto jünger das Publikum, desto freundlicher die Bewertung. "Der Beste seit dem Großen Graben" liest und hört man oft und das ist sicher sogar richtig, nur heißt das eben nicht viel. Goscinny ist tot. Er war genial und er konnte sich auch zeitgeschichtlich begründet noch in militärisches Leben eindenken und so die Römische Legion als Urtyp aller modernen Armeen wunderbar verulken. Seinen Nachfolgern ist dies nicht vergönnt. Große Geschichten wie z.B. auch "Spirou" werden fortgeführt, das ist üblich. Asterix, als vermutlich größter Erbschatz des franko-belgischen Comics, setzt diese Tradition endlich fort. Der Zeichner U. hat uns ungestraft 36 Jahre geraubt. Nun muss es besser werden !
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Rezension von nachbar am 03. November 2013
Asterix bei den Schotten?
Wären sie doch ihrem Ruf treu geblieben, geizig und hätten diese 'Geschichte' für sich behalten. Aber sie musste einem französischen Comiczeichner angetragen werden, der das ganze historische Chaos mehr schlecht als recht aufs Papier brachte.
Und was sollte dieser dümmliche Zensor in dem gallischen Dorf? Der ist dort genauso fehl am Platz wie alle Römer in Schottland. Von Galliern ganz zu schweigen.
Also für mich der letzte 'Asterix'
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Rezension von Scenturus am 02. November 2013
Ich war etwas zögerlich, weil ich nach den langen Alleingängen Uderzos, den dünnen Geschichten und vielen anderen fehlenden Kleinigkeiten von Asterix doch die Nase voll hatte. Aber dann hat der Bauch über den Verstand gesiegt und ich habe es nicht bereut.

Natürlich sind „die zwei Neuen“ nicht auf dem Level, den Asterix‘ Urväter bis zu den Belgiern hatten, aber man merkt deutlich, dass sie wissen, worum es geht. Der Band ist besser als alle Alleingänge Uderzos, hat aber noch deutlich Spielraum nach oben. Aber Übung macht den Meister. Lobenswert wäre es schon, wenn wir nicht noch einmal 4 Jahre warten müssen, bis der nächste Band erscheint.
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Rezension von Adlerhorstix am 30. Oktober 2013
Ich kann mich den bisherigen Rezensionen im Wesentlichen anschließen. Im Vergleich zu den letzten 3 regulären Werken ist der neue Band 2 oder 3 Schritte in die richtige Richtung. Man verzichtet quasi wieder vollends auf Übersinnliches und Überdrehtes - das Monster kann man meiner Ansicht nach akzeptieren, da es sich ja um eine Reise nach Schottland handelt. Etwas unpassend finde ich die Song-Zitate von MacAphon, wenn er nach seiner Stimme ringt. Und das die Pikten ne Macke haben ist eine von ein paar nicht besonders glücklichen Übersetzungen. Aber das sind doch eher Kleinigkeiten im Vergleich zu den letzten Bänden. Die Geschichte ansich ist keine Großtat, aber sie stellt mich zufrieden, obwohl die Thematik sicher mehr Potential geboten hätte. Einige Lacher oder Schmunzler sind auf jeden Fall dabei. Die beiden Autoren haben ihre Sache gut gemacht - mit Luft nach oben. Ich sehe den Band auch auf Augenhöhe mit "Morgenland" - knappes GUT - Bester Name für mich:Schnapschus!
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Rezension von KK am 30. Oktober 2013
Die Story ist nicht flüssig, viele Wortspiele wirken gezwungen. Hatte mir von den neuen Autoren frischen Wind erhofft, dies ist aber allenfalls ein laues Lüftchen.
Herbe Entäuschung!
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Rezension von Maggifix am 30. Oktober 2013
Die Zeichnungen sind für mein Empfinden nicht gut gelungen und wenig detailreich. Insbesondere die "Nebendarsteller" aus dem Dorf, vor allem die Frauen, sind sehr schlecht getroffen. Methusalix' Frau wurde von Uderzo immer als sehr attraktiv dargestellt, z.B. in "Das Geschenk des Cäsar" oder "Obelix GmbH & Co. KG". Bei Conrad ist sie nur noch eine miese Strichzeichnung (vgl. Seite 11, letztes Bild), die ihr kaum noch ähnlich sieht. Auch Verleihnix und Majestix sowie deren Frauen sind schlecht geraten.

Einzig Obelix und Miraculix kommen nah an Uderzos späteren Stil heran. Bei Asterix' Pupillenglanz ist Conrad ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Uderzo hat den weißen Pupillenfleck entweder gar nicht eingesetzt oder so, daß der Fleck zumeist ganz am Rand von Asterix' Pupille lag, also nicht vom Schwarz der Pupille umschlossen war. Bei Conrad ist er aber fast immer von der schwarzen Pupille umschlossen und liegt oftmals in der Mitte des Auges. Das wirkt sehr fremd.
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Rezension von KingBill am 30. Oktober 2013
Es läßt sich eine leichte Verbesserung festellen, jedoch nur zu den Bänden 30, 31 und 33. Die Storyline wird durch den Einsatz von Mc Aphon's Borborygmen, der völlig überflüssigen Rolle des Publius Plusminus und den Erläuterungen zum Hadrian's Wall und zum Monster von Loch Ness als Lückenfüller gestreckt.
Asterix und Obelix Aufgabe ist nicht klar genug definiert, sie geraten rein zufällig in das Verließ von Camilla und anschließend in die Zeremonie zur Königswahl.
Ferri setzt leider den Trend zur ausgedünnten Handlung, flachen Dialogen und zeitgeistgetriebenen textuellen Parodie der vergangenen 5 Bände fort.
Die Karrikatur von Vincent Cassel als Mc Abberh ist gelungen.
An den Zeichenstil Conrads muß ich mich allerdings noch gewöhnen. Methusalix sieht viel zu kantig aus, seine Frau wirkt wie eine Karrikatur ihrer selbst, Majestix scheint ausgebrannt, und die Pikten und Fafnie scheinen aus anderen Comics importiert worden zu sein.
Ich bin enttäuscht.
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Rezension von KingBill am 30. Oktober 2013
Es läßt sich eine leichte Verbesserung festellen, jedoch nur zu den Bänden 30, 31 und 33. Die Storyline wird durch den Einsatz von Mc Aphon's Borborygmen, der völlig überflüssigen Rolle des Publius Plusminus und den Erläuterungen zum Hadrian's Wall und zum Monster von Loch Ness als Lückenfüller gestreckt.
Asterix und Obelix Aufgabe ist nicht klar genug definiert, sie geraten rein zufällig in das Verließ von Camilla und anschließend in die Zeremonie zur Königswahl.
Ferri setzt leider den Trend zur ausgedünnten Handlung, flachen Dialogen und zeitgeistgetriebenen textuellen Parodie der vergangenen 5 Bände fort.
Die Karrikatur von Vincent Cassel als Mc Abberh ist gelungen.
An den Zeichenstil Conrads muß ich mich allerdings noch gewöhnen. Methusalix sieht viel zu kantig aus, seine Frau wirkt wie eine Karrikatur ihrer selbst, Majestix scheint ausgebrannt, und die Pikten und Fafnie scheinen aus anderen Comics importiert worden zu sein.
Ich bin enttäuscht.
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Rezension von Laabernix am 27. Oktober 2013
Gespannt habe ich auf den neuen Asterix gewartet, und anfangs war ich noch skeptisch. Aber als ich die ersten beiden Seiten gelesen hatte, war mir schon klar, dass dieser Band "eine neue alte Ära" einläuten würde. Die Zeichnungen sind meiner Meinung nach sehr gellungen und mindestens so detaillreich wie die von Uderzo. Nur wenn man den Comic sehr oft und/oder aufmerksam durchließt und dabei auf die Bilder achtet, fallen einem die verborgenen Details auf. Die Geschichte selbst ist auf einem Niveau, wie es zuletzt erreicht wurde, als Goscinny noch mitarbeitete. Auch in der Sprache entsteht eine gewisse Situationskomik, die Runninggags der Vergangenheit (Piraten, Troubadix, stinkender Fisch, etc) werden weiterhin passend eingesetzt und neue kommen hinzu.

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Band des neuen Teams, das hoffentlich auch auf einem Trabantenstadt, Belgier, Obelix GMBH&Co.KG Niveau ist, wie Asterix bei den Pikten.
(Note: 1-)
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Rezension von Taubenus am 27. Oktober 2013
Es ist der beste Asterix-Band seit langer Zeit, so viel steht fest. Insgesamt steckt für mich in der Story aber zu viel Uderzo und zu wenig von Goscinny, dessen Geist bestenfalls in Spurenelementen auftritt, am besten noch im letzten Bild von Seite 44: "Ich soll hier Lachse liefern!". Die Zeichnungen sind insgesamt gelungen, am besten noch Obelix, da kann man trotz leichter Abstriche nicht wirklich meckern. An den "großen Graben", für mich der beste Uderzo, kommt die Story nicht ran, erst recht an kein Goscinnywerk. Auf der ersten Seite, bereits im ersten Bild, sind mir "Fehler" im goscinnyschen Sinn aufgefallen, die mir die Freude genommen haben. Der Band steigert sich aber und ist unter dem Strich einigermaßen gelungen. Drei Sterne von mir.
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Rezension von MK am 27. Oktober 2013
"Asterix bei den Pikten" ist eindeutig besser, als viele der Uderzo-Alleingänge der letzten Jahrzehnte. Insgesamt kommt er aber nicht an die Sternstunden von Goscinny und Uderzo heran, ist aber solide gezeichnet, hat durchaus seine großen Momente (z.B. wenn der Zenturio plötzlich im Moor versinkt - zum Totlachen) und wird nicht langweilig. Und zum Glück keine Aliens!!!
Note: gut (2)
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Rezension von Tyll am 26. Oktober 2013
Ich habe mich auf das neue Album sehr gefreut, jedoch hab ich nie gedacht, dass ein besonders gutes Album hervor gehen kann, betrachtet man mal die letzten 6-8 Alben...
Meine Erwartungen waren komplett falsch. Ferri und Conrad präsentieren ein großartiges Album, das ich seit dem Erscheinungstermin schon mindetesens 6 mal gelesen habe. Es kommt durchaus an Goscinny-Alben heran, und verdient einen deutlich höheren Platz in der Rangliste, da es besser als Geschichten wie 'Gallier', 'Goten', 'Sichel' etc ist. Ich musste an vielen Stellen herzhaft lachen, Wortspiele waren durchdacht und witzig, Plusminus hat für zusätzliche Gags gesorgt etc. Conrad hat großartige Zeichnungen geliefert, in denen man bei jedem weiteren Lesen neues entdecken kann, wie auch bei Uderzo. Und natürlich sind die ersten Seiten nicht perfekt. Conrad stand sehr unter Zeitdruck, und musste sofort mit dem Zeichnen beginnnen, ohne vorher die Zeit gehabt zu haben, zu üben. Note 1.
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Rezension von Mathix am 26. Oktober 2013
Na endlich wieder mal ein Asterix-Heft, das den Titel auch verdient hat! Das neue Heft ist geistreich, witzreich, hat eine gute Story und auch die Running Gags fehlen zum Glück nicht. Ferri und Conrad ist es gelungen, zeichnerisch und textlich an die hervorragenden Bände vor Band 32 anzuknüpfen (Für mich sind die Bände 26 und 28 -31 der "goldene Herbst" von Uderzo", Band 32 ist auch noch in Ordnung).

Ich habe nur ein paar ganz kleine Sachen auszusetzen (Asterix wirft die Feldflasche vor den Augen von Fafnie wieder ins Meer!). "Asterix bei den Pikten" ist ein hervorragendes Heft, das wieder Lust auf weitere Abenteuer mit Asterix und Obelix macht.
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Rezension von Aneladga am 25. Oktober 2013
Am Anfang wirkt es etwas langweilig und man sieht die Skepsis gegenüber den neuen Autoren bestätigt. Wenn man jedoch bereit ist, ihnen eine Chance zu geben, wird man merken, dass das neue Album gar nicht so schlecht ist, wie man dachte. Ferri und Conrad haben mit ihrem Debüt-Comic bewiesen, dass sie durchaus würdige Nachfolger für das sich perfekt ergänzende Paar Goscinny-Uderzo sind. Besonders lobenswert sind die Zeichnungen, die man für von Albert Uderzo angefertigt halten könnte, wenn man es nicht besser wüsste! In diesem Sinne: Jean-Yves und Didier, macht weiter so!!!
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Rezension von Denny Crane am 25. Oktober 2013
Gegenüber den letzten drei regulären Bänden (Kreuzfahrt, Latraviata, Gallien in Gefahr) ist dieser Band sicher wieder ein Schritt in die richtige Richtung, überzeugen konnte er mich jedoch nicht. Zeichnerisch ist er noch nicht auf Uderzos Höhepunkt, den er Ende der 70er Jahre erreicht hatte. Die Figuren wirken zum Teil seltsam fremd, insbesondere Automatix, Majestix und Verleihnix sind für mein Empfinden nicht gut getroffen. Der Augenausdruck von Asterix und der weiße Glanzpunkt in seinen Pupillen sind auf vielen Bildern mißraten.

Trotz vieler guter Ansätze und einiger lustiger Szenen und Dialoge ist die Geschichte unausgewogen und hektisch. Eine ganze Reihe von Einfällen wirkt ähnlich überflüssig, aufdringlich und uninspiriert wie in den letzten Bänden (z.B. das Seeungeheuer). Die deutsche Übersetzung ist fast so peinlich wie in "Latraviata". Der Handletteringstil in den Sprechblasen stört mich noch immer - bitte wieder Druckschrift sowie Groß- und Kleinschreibung!

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Rezension von shredderbert am 25. Oktober 2013
Respekt! Der erste Band des neuen Teams ist da, und es ist ihnen imho gelungen, an gute Traditionen anzuknüpfen:
- zeichnerischer Stil: erstaunlich nahe an Uderzo, so dass hier kein stilistischer Bruch stattfindet.
- Story: ist - ganz Tradition - wieder eine Reise der beiden Helden. Die Handlung ist schon fast ein wenig überfrachtet, da viele neue Charaktere und Nebenhandlungsstränge in die 48 Seiten gepresst wurde. Darunter leidet ein wenig die Stringenz in der Erzählung.
- Wortspiele etc.: kein Kommentar , da nicht ersichtlich ist, was im Original beabsichtigt war und was der Übersetzung geschuldet ist.

Insgesamt stellt der Band einen - für mich überraschend - gut gelungenen Neustart dar und eine DEUTLICHE Verbesserung gegenüber den letzten Heften. Ich würde die 35 irgendwo zwischen "Belgiern" und "Odyssee" einordnen. Ja, es ist noch Luft nach oben ... aber von mir vier Sterne. Glückwunsch!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von udix am 25. Oktober 2013
Ein schöner Band, beim zweiten Lesen zünden auch einige Witze sehr gut, z.B. als Plusminus fragt wie Krk geschrieben wird und er eine passende Antwort bekommt. Oder dass man anders mit Barden umgeht als in Gallien. Köstlich!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Rezensenten wieder!

Rezension von fabs am 24. Oktober 2013
Das gallische Dorf fühlt sich endlich wieder wie das gallische Dorf an. Große Lacher und feinsinniger Humor fehlen. Wortspiele durchaus vorhanden.

Zeichnungen und Kolorierung sind sehr gut. Nur manche Gallierinnen wissen nicht vollends zu überzeugen. Die Möglichkeiten des Settings wurden teilweise verschenkt.
Zu viel Lovestory, zuviel nerviger Sprachfehler, zuviel Monster. Die Schotten hätten durchaus mehr kleine Details geboten, sich a la Goscinny auszuleben. Dennoch insgesamt ein zufriedenstellender Band, der sich in meiner "Hitliste" auf Augenhöhe mit Morgenland einreiht und knapp hinter dem imo besten Uderzo-Werk Odyssee steht. Potenzial für Goscinny Niveau ist durchaus vorhanden. Erinnern wir uns, auch dessen ganz frühen Werke haben noch nicht die Brillianz ihrer Nachfolger gehabt.
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Rezension von Rantanplan am 24. Oktober 2013
Ein super Comic
Note 2
Man merkt hier wieder Witz und Erfahrung! Wobei das Ende dann doch recht schnell vorgezogen wurde! Ein super Band!
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