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Vorwort

René Goscinny und Albert Uderzo sind wieder vereint. Am 24. März verstarb mit Albert Uderzo der zweite Erfinder der Asterix-Serie, nachdem schon 1977 René Goscinny ausgerechnet während eines Belastungstests an einem Herzinfarkt starb. In diesem Newsletter lasse ich im Nachruf die Asterix-Fans zu Wort kommen, die sich im Forum des Asterix-Archivs zu Wort meldeten.

Während in Paris ein langes und erfülltes Leben endete, habe ich auf Comedix.de nach vier Jahren einen neuen Themenbereich gestartet - das Gallierhoroskop. Bist du eher wie Falbala oder wie Gutemine? Passt der Charakter von Methusalix zu dir oder eher Obelix? Das keltische Baumhoroskop des Themenbereichs "Gallierhoroskop" kennt die Antworten auf diese Fragen. Eine kurze Beschreibung des Themenbereichs enthält der vorliegende Newsletter.

Diejenigen, die sehnsüchtig auf die Neuauflage der lateinischen Umsetzung von "Die goldene Sichel" warten, muss ich leider enttäuschen. Die ursprünglich für Januar 2020 geplante und dann auf Juni 2020 verschobene Veröffentlichung der von Karl-Heinz Graf von Rothenburg übersetzten Ausgabe "Falx aurea", die erstmals 1975 erschien und zwischenzeitlich vergriffen ist, wurde vom Verlag wegen des Todes des Übersetzers im Januar 2019 nun auf Anfang Januar 2021 verschoben. Übrigens wurden auch die Dreharbeiten des nächsten Asterix-Films "Asterix in China", über den ich im letzten Comedix-Newsletter berichtet hatte, wegen der Corona-Pandemie auf März 2021 verschoben.

Viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe!

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Nachruf Albert Uderzo

In der Nacht auf den 24. März 2020 starb Albert Uderzo im Schlaf an einem Herzinfarkt. Im Forum des Asterix-Archivs verneigten sich die Asterix-Fans vor dem Lebenswerk Uderzos mit folgenden Bekundungen:

Nicht nur die Fans, sondern auch die Presse berichtete entsprechend:

Fettglänzend knusprige Perfektion (SPIEGEL)
https://www.spiegel.de/kultur/literatur/albert-uderzo-gestorben-nachruf-auf-den-asterix-zeichner-a-9b907162-c916-4707-9549-3ef222bb0fc7

Bernd Kissel Zeichnung
https://bernd-kissel.com/2020/03/r-i-p-albert-uderzo/

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Neuerscheinungen Herbst/Winter 2020/2021

Für den kommenden Herbst und Winter 2020/2021 kündigte Egmont Ehapa neben einem neuen Mundart-Abenteuer ein ganz besonderes Album an, das am 21. Oktober 2020 erscheinen soll. Das Album "Der Goldene Hinkelstein" ist ein illustriertes Buch, ähnlich "Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist". Etwas weiter unten in diesem Newsletter berichtete ich in einem ausführlichen Artikel über diese Neuerscheinung.

Zudem ist für November 2020 der vierte Mundartband Kölsch angekündigt. Als 82. Album der Mundartserie wird in "Asterix kütt nohm Kommiss" die Geschichte "Asterix als Legionär" umgesetzt. Asterix trifft dabei auf Hella von Sinnen. Gemeinsam mit der in Bonn aufgewachsenen, ehemaligen First Daughter Deutschlands, Cornelia Scheel und unter Federführung der Kölner Journalistin Vera Kettenbach übersetzt sie den "Legionär" in die Kölsche Mundart.

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Methusalix hat am 21. März Geburtstag

In diesem Newsletter berichte ich über den neuen Themenbereich "Gallier-Horoskop", der sich mit Auguren, Seher, Hellseher und dem Aberglauben in der Asterix-Serie beschäftigt. Ein Teil davon ist auch das "Keltische Baumhoroskop", das es tatsächlich gibt. Dort steht, dass die Eiche für nur einen Tag steht - im Gegensatz zu anderen Bäumen, die meist einen Zeitraum von 10 bis 15 Tagen abdecken.

Die Eiche steht im Baumhoroskop, aus dem Sputnix auf Seite 7 in "Der Papyrus des Cäsar" vorliest, für den 21. März. Weil sich Methusalix als im Zeichen der Eiche Geborener meldet, muss er also genau an diesem Tag Geburtstag haben. Im Abenteuer "Asterix bei den Olympischen Spielen" erfahren wir außerdem, dass der Dorfälteste 93 Jahre alt ist. Die 183. Olympischen Spiele der Antike fanden im Sommer des Jahres 48 v. Chr. statt. Also wissen wir nun genau, wann er geboren wurde - nämlich am 21. März des Jahres 141 v.Chr.

Ich finde, wir sollten diesen Tag in Zukunft den Methusalix-Tag nennen, an dem wir alle älteren Menschen ehren.

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Album "Der Goldene Hinkelstein" im Oktober 2020

Am 21. Oktober 2020 erscheint das illustrierte Sonderalbum "Der goldene Hinkelstein" jeweils als Hard- und Softcover. Ein Asterix-Abenteuer von den original Asterix-Vätern, mit Texten von René Goscinny und Zeichnungen von Albert Uderzo. Das ganze Dorf ist in Aufruhr: Troubadix hat beschlossen, am legendären Gesangswettbewerb für die Barden Galliens teilzunehmen. Der Gewinner des Wettbewerbs wird traditionell mit dem goldenen Hinkelstein ausgezeichnet. Weil auch die Römer großes Interesse an diesem Wettbewerb haben, werden Asterix und Obelix beauftragt, Troubadix zu seinem Schutz zu begleiten. Sie dürfen ihm nicht von der Seite weichen koste es, was es wolle!

Dieses einzigartige Abenteuer wurde 1967 in Frankreich als Schallplatte mit Begleitheft veröffentlicht, jedoch niemals als Album und noch nie in deutscher Sprache! Für heutige Leser hat die Geschichte echten Seltenheitswert: Die Story ist von René Goscinny mit dem für ihn typischen Witz und Esprit verfasst, die Zeichnungen tragen den genialen und unverwechselbaren Pinselstrich Albert Uderzos. Dieses kleine Juwel durfte in der Reihe der illustrierten Alben nicht fehlen.

Für die Neuausgabe wurde das Seitenlayout vollständig überarbeitet, damit die Leser noch unmittelbarer in das Universum der beiden Comic-Genies eintauchen können. Die großartigen Zeichnungen, die Uderzo seinerzeit zur Untermalung des genialen Szenarios aus der Feder seines Freundes anfertigte, wurden 2019 von Uderzos treuesten Mitstreitern unter Aufsicht des im März 2020 verstorbenen Maestros selbst restauriert. Eine Meisterleistung!

Die Kollegen, die der Co-Schöpfer von Asterix mit dieser delikaten Aufgabe betraute, mussten all ihre Druidenkünste aufbieten: Die Zeichnungen wurden aus dem Begleitheft zur Schallplatte von 1967 abgescannt und anschließend gemäß den Wünschen von Altmeister Uderzo restauriert. Das Schwierigste war dabei, alle Spuren des Druckrasters zu beseitigen und gleichzeitig Uderzos unverwechselbaren Tuschestrich zu bewahren. Auch die Farben wurden überarbeitet und so kalibriert, dass der ursprüngliche Vintage-Look erhalten bleibt. Mit dem neuen Anstrich ist "Der goldene Hinkelstein" ein echter Hingucker sowohl für langjährige Fans als auch für neue Generationen von Lesern.

Pressetext Egmont Ehapa Medien

Die Schallplatte von 1967:

Die im Sonderband vorliegende Geschichte wurde 1967 in Frankreich als Schallplatte mit einer Spieldauer von etwa 30 Minuten von Philipps veröffentlicht. Die musikalische Begleitung steuerte der Komponist Gérard Calvi bei, der sich auch in den ersten drei Asterix Filmen als Schöpfer der Filmmusik auszeichnete. Die Schallplattenhülle der "livre-disque"-Ausgabe (es gibt auch eine Version ohne "livre") beinhaltete zugleich ein neunseitiges Begleitheft mit mehreren illustrierten Bildern, in dem man die Dialoge nachlesen konnte.

Der bebilderte Artikel:
https://www.comedix.de/medien/lit/der_goldene_hinkelstein.php

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Neuer Themenbereich: Gallierhoroskop

Schon seit Urzeiten sind die Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach Leitplanken, die das Wesen erklären. Selbst der wissenschaftlich aufgeklärte Mensch von heute, der nach außen "nur zum Spaß" Horoskope liest oder sich sogar erstellen lässt, wünscht sich insgeheim, im Horoskop Bestätigung seines Weges zu finden. Dazu passt auch, dass jeder in einem Horoskop Eigenschaften findet, die man nur zu gerne als bestätigt sieht. Der vorliegende Themenbereich widmet sich deshalb mit einem unterhaltsamen und zwinkernden Auge diesem Thema.

Tatsächlich sind von den Kelten keine Überlieferungen von Wahrsagungen bekannt. Als Naturvolk wäre es jedoch selbstredend, dass hier keine Sternbilder zum Tragen kämen, sondern Pflanzen als Sinnbild für die unterschiedlichen Eigenschaften verwendet würden. Die Astrologie als Sterndeutung wurde schon bereits von den Sumerern und in Mesopotamien lange vor den Galliern praktiziert. Von den Kelten, zu denen der Stamm der Gallier gehört, lassen sich durch keine antiken Quellen Wahrsagungen belegen, zumal die Kelten kaum schriftliche Zeugnisse überlieferten.

Der bebilderte, ausführliche Themenbereich bei Comedix:
https://www.comedix.de/lexikon/special/gallierhoroskop/index.php

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Neue Einträge in der Comedix-Datenbank

Neue und geänderte Einträge in der Comedix-Datenbank:

Übersicht über die zuletzt geänderten Suchbegriffe:
https://www.comedix.de/news/index.php

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Kurioses aus der Comedix-Datenbank: Maia

Der Pikte Mac Ymesserh ruft Maia an, die Mutter des Götterboten und der Bienen, weil er glaubt, dass das Clanoberhaupt Mac Abberh in die Luft gehen wird, wenn er hört, dass Mac Aphon wieder im Lande ist. Der Hinweis auf Seite 23 des Abenteuers "Asterix bei den Pikten" weist humorvoll auf die Zeichentrickserie "Die Biene Maja" hin, die dem Leben der Honigbiene Maja von ihrer Geburt an folgt.

Der bebilderte Artikel bei Comedix:
https://www.comedix.de/lexikon/db/maia.php

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Themenbereich des Monats: Gallierdorf

In vielen Asterix-Abenteuern erhält der Leser Einblick in das Treiben im Dorf der Gallier. Handwerker gehen ihrem Gewerbe nach und die Palisade schottet das Dorf nach außen gegen kriegerische Feinde und neugierige Späher ab. Das Dorf der Gallier, das übrigens nie einen Namen erhalten hat und von Römern und Gästen (Maestria) nur als das "Dorf der Verrückten" bekannt ist, wird in mehreren Bänden in einer Zeichnung dargestellt. Die Anordnung der Häuser ist von Albert Uderzo erst ab dem Abenteuer "Sohn des Asterix" immer ähnlich aufgebaut. Vorher widmeten die Autoren der Anordnung der Häuser untereinander keine besondere Aufmerksamkeit.

Zu Asterix' Zeit lagen mehrere tausend Dörfer über ganz Gallien verstreut, das Dorf unserer Gallier und dessen Aufbau wäre dabei keine besondere Ausnahme. Doch sahen gallische Dörfer tatsächlich so aus wie in den Geschichten von Asterix und seinen Freunden? Wird eventuell in den Asterix-Bänden eine Welt geschaffen, die nichts mit der historischen Realität zu tun hat?

Wir wissen, das Dorf der Gallier liegt in Aremorica. Diese Bezeichnung ist der alte Name für einen Landstrich, der heute in der Bretagne und der Normandie liegt. René Goscinny und Albert Uderzo haben aber die exakte Lage des Dorfes bewusst nicht genau lokalisiert. Auch der Ausschnitt mit der bekannten Lupe am Anfang jedes Heftes erlaubt keine präzise Ortsbestimmung. Man erkennt lediglich, dass das Dorf vermutlich an der Nordseite der bretonischen Halbinsel anzusiedeln ist.

In diesem Themenbereich wird näher auf die historischen Vorbilder eingegangen. Wie sahen die Dörfer und die Häuser aus? Wie funktionierte die Dorfgemeinschaft? Anschließend wird das Leben der Bewohner des uns bekannten gallischen Dorfes beleuchtet: wer wohnt wo? Was macht Miraculix' und Troubadix' Haus zu etwas Besonderem? Und schließlich wird in chronologischer Reihenfolge das Erscheinen des Dorfes in den Abenteuern näher unter die Lupe genommen. Für weiterführende Informationen bietet sich die Übersicht über interessante Museen an.

Der Themenbereich bei Comedix:
https://www.comedix.de/lexikon/special/gallierdorf/index.php

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Asterix - Tempus Fugit: Wahre Mythen und falsche Fakten (2020)

Wie viel Wahrheit steckt eigentlich in den Asterix-Abenteuern? Gab es wirklich unbeugsame Gallierstämme, die sich gegen die Besatzer auflehnten? Boomte die Hinkelsteinindustrie und waren Schnurrbärte und Flügelhelme der letzte modische Schrei? Die Macher von "Asterix - Unbeugsame Lateinzitate" prüfen über 70 "Fakten" aus den Comics auf ihre historische Authentizität und fördern dabei allerhand Verblüffendes zutage. Keine trockene Geschichtsstunde, sondern unterhaltsam erzählte, reich bebilderte Lektüre - ideales Lesefutter für alle Asterix-Freunde! (Klappentext)

Das Buch erschien mit 160 Seiten im April 2020 (ISBN-13: 978-3770440962).

Comedix' Meinung:

Der französische Autor Bernard-Pierre Molin beleuchtet in diesem, mit vielen Abbildungen aus den Asterix-Abenteuern ergänzten Buch, die geschichtlichen Hintergründe der Asterix-Serie und prüft den Wahrheitsgehalt unterschiedlicher Darstellungen. Kann Obelix wirklich der Erfinder der Hinkelsteine gewesen sein? Hätte Asterix Olympiasieger werden können? Vergnügten sich die Römer tatsächlich bei Orgien? Diese noch viele weitere Fragen werden geklärt und die Ergebnisse mit historischen Fakten untermauert. Zudem sind die ersten 20 Seiten einem sehr komprimierten Verlauf der Geschichte vorbehalten, natürlich hauptsächlich aus französischer (= gallischer) Sicht.

Tatsächlich sind die Texte unterhaltsam geschrieben und erweitern das Wissen um die historischen Bezüge der Asterix-Serie. Klaus Jöken hat in der deutschsprachigen Übersetzung des Buches die Bezüge aus dem Original für den Leser der deutschen Ausgaben gerettet. Das Buch ist ausreichend bebildert und mit einem Glossar ergänzt, allerdings ohne Verweis auf die Seitennummern. Schön ist, dass auch die Quellen des Wissens angegeben sind und kurze Abschnitte die Vitae der antiken Autoren beschreiben.

Insgesamt ist es ein sehr schönes Stück Literatur, das einerseits populär und unterhaltsam geschrieben ist, auf der anderen Seite selbstverständlich kein Geschichtsbuch ersetzt. Für Asterix-Fans auf jeden Fall lesenswert und als Einstieg für den Blick über den Tellerrand optimal geeignet. Die Antworten auf die im ersten Abschnitt der Rezension gestellten Fragen lauten übrigens: Nein! Nein! Ja!

Der bebilderte Artikel in der Comedix-Bibliothek:
https://www.comedix.de/medien/lit/asterix_tempus_fugit_wahre_mythen_und_falsche_fakten.php

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Unbeugsam! mit Asterix - Online-Magazin (2020)

Anlässlich der Kontakteinschränkungen während der Corona-Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 veröffentlichte der französische Verlag 8 Ausgaben eines Asterix-Magazins zum Download. Zielgruppe dieses Magazins, das nach eigener Untertitelung "Aktivitäten, Spiele und Comics für die ganze Familie" beinhaltet, sind die Kinder, die größtenteils den Tag zu Hause verbringen mussten. Ab April 2020 erschien das Magazin auch in deutscher Sprache mit insgesamt acht Ausgaben:

  1. Sonderheft Reisen (April 2020, 40 MB, Download)
  2. Entdecke gallische Spezialitäten mit Asterix! (April 2020, 62 MB, Download)
  3. Mit Informationen zur Idefix-Fernsehserie (April 2020, 41 MB, Download)
  4. Sport (Mai 2020, 41 MB, Download)
  5. Freundschaft (Mai 2020, 48 MB, Download)
  6. Der Zaubertrank (Mai 2020, 45 MB, Download)
  7. Kinder in der Hauptrolle (Mai 2020, 50 MB, Download)
  8. Finale Ausgabe mit Zeichnungen der jungen Leser (Mai 2020, 43 MB, Download)

Der Verlag kündigte das erste Magazin für die deutschen Leser mit folgenden Sätzen an:

"Wie überall sonst lautet auch im Dorf von Asterix die Parole: Bleibt zu Hause, um das Virus zu besiegen und alle gefährdeten Personen zu schützen! Doch das bedeutet nicht, dass sich unsere Lieblingsgallier, die sich nie dem Trübsinn beugen, davon abhalten lassen, Spaß zu haben und euch Spaß zu machen!

Darum haben unsere Druiden ein neues Magazin zusammengemixt, um euch die Zeit zu vertreiben: Unbeugsam mit Asterix! Auf dem Programm stehen Unterhaltung, Spiele und Asterix-Comics für die ganze Familie!

Seine vielen Freunde in der bekannten Welt kann Asterix nicht persönlich besuchen, weil sie sich allein in ihren jeweiligen Dörfern isolieren müssen. Darum tauscht Asterix mithilfe von Brieftauben Freundschaftsbotschaften mit ihnen aus. In diesem Magazin entdeckt ihr eine Nachricht von Falbala an Obelix, außerdem Neuigkeiten von dem kleinen Iberer Pepe, dem Ägypter Numerobis, dem Briten Teefax und dem Seewirt aus der Schweiz. Sie zeigen euch, dass eine Selbstisolation im Turm von Londinium oder im Tresor einer Bank sogar eine schöne Gelegenheit sein kann, den Römern ein Schnippchen zu schlagen!

Darum macht es wie Asterix und bleibt zu Hause, haltet mit allen, die euch nahestehen, Kontakt und überlasst es Asterix und Obelix, das Virus in seine Schranken zu weisen!"

[Pressetext des Verlags]

Die Abbildung, in der Asterix, Obelix und Idefix gegen die vermeintlichen Viren kämpfen und die zur Illustration verwendet wurde, stammt ursprünglich aus dem Jahr 2002 und wurde anlässlich des Festivals du Rire de Rochefort in Frankreich kreiert. Sie kam auf einem Plakat zum Einsatz. Die schwarzen Gedanken, die von Asterix und Obelix weggekickt werden, kamen im gleichen Jahr auf einer Glückwunschkarte zum neuen Jahr bei Edition Albert-René zum Einsatz.

In der Welt der Comics sind "Schwarze Gedanken" als eine Reihe von ein- bis zweiseitigen Comics des belgischen Zeichners André Franquin bekannt, die dieser ab 1977 kreierte. Franquin war eng mit Albert Uderzo befreundet.

Der bebilderte Artikel in der Comedix-Bibliothek:
https://www.comedix.de/medien/lit/unbeugsam_mit_asterix.php

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Luxusedition "Der Kampf der Häuptlinge" (2020)

Anfang Mai 2020 erschien zum Preis von etwa 60 Euro eine Luxusausgabe des Asterix-Abenteuers "Der Kampf der Häuptlinge". Auf 128 Seiten gibt diese limitierte Ausgabe im Überformat einen exklusiven Einblick in die Entstehung eines der beliebtesten Asterix-Abenteuer, "Der Kampf der Häuptlinge" von 1969. Neben umfangreichem Hintergrundwissen, das u.a. den zeitgenössischen Hintergrund zum Erscheinen der Geschichte in Pilote und die Entstehung des Albums beleuchtet, kommen auch erstmals Albert Uderzos Original-Tusche-Zeichnungen in schwarz-weiß zum Abdruck (ISBN-13: 978-3770440863).

Auf der Hauptseite der Sonderbände ist eine Übersicht zu allen erschienenen Skizzenbüchern, Luxuseditionen und Artbooks aufgelistet.

Comedix' Meinung:

Immer wenn ich eine Luxusausgabe in den Händen halte, bin ich über diese Sonderbände begeistert. Einblicke zur Entstehung einer Geschichte wie bei den Luxuseditionen üblich, sind schon spannend genug, aber zeitgenössische Hintergründe über eines der "klassischen" Abenteuer zu erfahren, das in der Zusammenarbeit des 1977 verstorbenen René Goscinny und Albert Uderzo entstanden ist, ist dann doch noch etwas Besonderes. Eine richtige kleine Zeitreise.

Der Abschnitt "hinter den Kulissen" bringt den Leser zurück ins Jahr 1964, in dem das Abenteuer "Der Kampf der Häuptlinge" in Frankreich entstand. Anekdoten, zeitgenössische Zeichnungen und Abbildungen von Original-Zeitungsausschnitten und Szenarien ermöglichen einen Blick in die kreative Schaffensphase der beiden Asterix-Autoren. Für mich ist diese Ausgabe bisher das Highlight der bisher erschienenen Luxuseditionen.

Der bebilderte Artikel in der Comedix-Bibliothek:
https://www.comedix.de/medien/lit/der_kampf_der_haeuptlinge_luxusedition.php

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Die Geschichte der Goscinnys (2020)

Rene Goscinny gilt als einer der ganz großen französischen Humoristen, hat er doch so berühmte Serien wie "Der Kleine Nick", "Lucky Luke" und "Asterix" geschrieben. 1977 stirbt der geniale Szenarist während einer Routineuntersuchung. Seine Tochter Anne Goscinny begibt sich gemeinsam mit der Zeichnerin Catel auf Spurensuche: Wer war der berühmte Vater und wie kam es dazu, dass er sein Leben den Comics widmete? Mit vielen Originalskizzen und -dokumenten rekonstruieren Anne Goscinny und die Zeichnerin Catel das Leben eines der bedeutendsten Humoristen des 20. Jahrhunderts und damit gleichzeitig auch die Geburt eines Galliers.

Beschreibung: Klappentext, ISBN-13: 978-3551760456, Veröffentlichung am 28. April 2020

Außerhalb Deutschlands, beispielsweise in Frankreich, erschien das Buch mit einem anderen Titelbild.

Comedix' Meinung:

Wie in der Beschreibung zum Buch schon zu lesen ist, geht es um René Goscinnys Leben, eng begleitet von seiner Tochter Anne Goscinny und durch die französische Zeichnerin Catel Muller, die sich vermutlich seitenweise durch Fotos und Erinnerungen gewühlt haben muss, zu Papier gebracht.

Diese, wie auf dem Rückendeckel zu lesen ist, "kurze Geschichte des Comics im 20. Jahrhundert" dokumentiert sehr gut die Mühen des jungen Goscinny, der lange auf der Suche nach seiner wahren Berufung ist. Gut, dass er erkannt hat, dass seine Versuche als Zeichner weniger Erfolg versprechend sind, als seine Kunst Szenarien zu kreieren.

Die von Catel gezeichnete Geschichte wechselt munter zwischen der Ich-Erzählung des Lebens von Goscinny und einem Interviewstil zwischen Anne Goscinny und Catel selbst ab. Könnte ich mir auch gut als filmische Dokumentation vorstellen, passt bei einem Großen der Comicwelt aber natürlich viel besser im Stil des illustrierten Romans.

Das Tempo ist naturgemäß hoch, wie sonst soll man auf 336 Seiten ein ganzes Leben erzählerisch in Bildern unterbringen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Menschen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, möglichst einfach nur mal erwähnt werden müssen, damit es allen gerecht wird. Insbesondere ist mir das am Ende aufgefallen, irgendwie muss die komplette Familie auch untergebracht werden, bevor die Druckbögen zu Ende sind.

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Therapeut von Anne Goscinny ihr auch zu diesem Buch geraten hat. Nicht zufällig schreibt sie im Vorwort, dass es ihr durch den grafischen Roman gelang, ihren Vater und den Szenarist René Goscinny miteinander zu versöhnen. Damit hat sie die eigene Lebensgeschichte aufgearbeitet und sich womöglich jetzt erst zugestanden, sich sowohl vom Werk ihres Vaters zu lösen und eigene Werke zu schaffen, als auch den unvorhergesehenen Tod ihres Vaters, der sie im Alter von 9 Jahren sicher traumatisiert hat, zu verarbeiten.

Das Titelbild, das in Deutschland verwendet wurde, finde ich auch nicht so gut wie das im Original. Das Original zeigt viel deutlicher worum es in diesem Buch geht - nämlich um das Leben und Wirken ihres Vaters UND die Verarbeitung der Beziehung zu ihrem Vater. Als Schriftstellerin ist sie inzwischen erfolgreich und hat mit diesem Buch, das 2019 noch vor dem Tod Albert Uderzos erschienen ist, ihrer Geschichte einen Buchdeckel gegeben, den sie nun schließen kann.

Der bebilderte Artikel in der Comedix-Bibliothek:
https://www.comedix.de/medien/lit/die_geschichte_der_goscinnys.php

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Risiko mit Asterix-Motiv (2020)

Nachdem 2013 erstmals Bilder und Gerüchte zu einer Asterix-Umsetzung des Spieleklassikers "Risiko" publik wurden, erscheint nun am 1. Juni 2020 bei Winning Moves im Rahmen einer Kooperation mit Hasbro die Asterix-Variante. Das Spiel wird etwa 50 Euro kosten und in einer komplett zweisprachigen Variante in Deutsch und Französisch erscheinen.

Der Spielplan umfasst offensichtlich das um 50 vor Christus bekannte Gebiet rund um das Mittelmeer über Gallien bis nach Britannien. Die fünf Spielfarben werden angeführt von den Asterix-Charakteren Maulaf (Wikinger), Kleopatra (Ägypten), Julius Cäsar (römisches Reich), Asterix (Gallien) und Costa y Bravo (Spanien).

Comedix' Meinung:

Meine umfangreichen, praktischen Erfahrungen mit diesem Brettspiel stammen noch aus einer Zeit, als die Regionen nicht "befreit", sondern "erobert" und die gegnerischen Armeen "vernichtet" und nicht "aufgelöst" wurden. Wegen dieser militaristischen Ausdrucksweise sollte das Spiel in den 1980er Jahren in Deutschland sogar indiziert werden, was vor allem dadurch verhindert wurde, dass die Formulierungen geändert wurden. In der neuen Ausgabe stehen "diplomatische Verhandlungen" für Angriff und Verteidigung. Sieht man von dieser Weichspülung ab, hat sich das Grundprinzip praktisch nicht verändert und wurde auch in die Asterix-Variante übertragen.

Für die zwei bis fünf Spieler als Oberhaupt einer antiken, römischen Provinz, die jeweils mehrere Gebiete umfasst und sich um das Mittelmeer und bis nach Gallien und Britannien erstrecken, gilt es entweder die (damals bekannte) Weltherrschaft oder ein zu Spielbeginn über eine Missionskarte definiertes Spielziel zu erreichen. Alle Details in diesem Spiel haben einen Bezug zur Asterix-Serie. Die Spielfiguren entsprechen Charakteren aus dem Spiel, die Gebietskarten tragen Namen von antiken Regionen (bspw. Macedonia, Aquitania oder Numidia) und Verstärkungen der Armeen bestehen aus Römerschilden oder Schwertern.

Wenn man mit Risiko einigermaßen vertraut ist, kommen dem Spieler viele Regeln bekannt vor. Die Asterix-Edition enthält jedoch zusätzlich einige Abwandlungen und Ergänzungen, schließlich soll das Spiel auch die Eigenarten des Comics transportieren. Beispielsweise kann man mit Zaubertrankkarten kurzfristig die einsetzbare Kraft verstärken oder Missionskarten, Verstärkungen die Zaubertrankkarten mit Sesterzen kaufen.

Die Änderungen sorgen nicht dafür, dass das eigentliche Spielprinzip von Risiko verloren geht. Die Entwickler haben versucht, behutsam Abwandlungen einzubauen, um einzelne Charakteristika der literarischen Vorlage zu übernehmen, die sich gut einfügen. Mit knapp 60 Euro ist der Preis schon relativ hoch angesetzt, aber die Lizenzgebühren sind sicher nicht ohne. Nicht ohne Grund hat es sehr lange gedauert, bis das Spiel für Asterix-Fans umgesetzt wurde.

Insgesamt ist es ein Spiel für Fans und die Veränderungen sollten begeisterte Spieler, die Risiko mögen, nicht abschrecken.

Der bebilderte Artikel in der Comedix-Bibliothek:
https://www.comedix.de/medien/lit/asterix_risiko.php

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